Europatag und Tag der Befreiung

Miteinander oder Gegeneinander – eine Einordnung von Thorsten Frank

Nur selten liegen das Ende einer von Menschen gemachten Katastrophe und der Grund zu grenzenloser Freude so dicht kalendarisch beieinander: Mit dem Tag der Befreiung vor dem Schreckensregime am 08. Mai 1945 endet der zweite Weltkrieg in Europa und mit dem 9. Mai wird der Europatag gefeiert. In beidem zeigt sich wozu Menschen fähig sind: Sich zig millionenfach umzubringen und zu töten oder gemeinsam Frieden und Freiheit zu sichern. Das eine Auswuchs des Gegeneinanders und das andere die Folge des Wunsches nach einem verbindenden Miteinander, so Thorsten Frank, Landesvorsitzender der überparteilichen Europa-Union Bayern.

 Der achte und neunte Mai zeigen uns vor welcher Wahl wir stehen. 

„Klarer können die Botschaften beider Tage für die Frage nicht sein, wie wir künftig leben wollen – im Miteinander oder im Gegeneinander“ fasst Thorsten Frank die Bedeutung beider Tage zusammen. „Wo wollen wir in Zukunft hin? Wollen wir noch mehr schreckliche und unermesslich grausame und Leid bringende Taten, derer wir anschließend im besten Fall noch Gedenken können oder wollen wir künftig lieber gleich mehr das Miteinander fördern und zusammen feiern. Er danke allen, die sich für das Miteinander einsetzen und es verteidigen. Denn in Vielfalt geeint sich kennen und schätzen zu lernen und gemeinsame Tage der Freude zu genießen sei doch immer die bessere Wahl als Angst, Unterdrückung, Gewalt, Tod und Vertreibung, ist sich der ehrenamtlich Aktive sicher. Er könne auch nicht erkennen, was an großnationalen Träumen klug sei, wenn am Ende andere Länder und das eigene Land ruiniert, geteilt und die Überlebenden traumatisiert am Ende ihrer Kräfte seien. Es erscheine ihm erstrebenswerter und lebenswerter in einem friedlich geeinten Europa in Deutschland zu leben, dessen Wiedervereinigung ja auch nur dank dauerhaftem Frieden mit den Nachbarn möglich war, so Frank.

Abgründe oder Freudenfest

Wer das Gegeneinander säe, werde Abgründe ernten und wer Frieden und das Miteinander anstrebe, erlebe Freude, Synergien und finde Freunde, ist sich der Landesvorsitzende aus eigener Erfahrung sicher. Deshalb sei es einerseits so wichtig, zieht Frank Lehren aus der Geschichte. Denn die Vollversion davon ende immer in Unfreiheit, Unterdrückung und Elend. Und das Miteinander zu fördern und zu fordern münde vorhersehbar dem Gegenüber in einem glücklicheren und sicheren Leben, sieht Frank eine wichtige Aufgabe für die Zukunft. „Gemeinsam zu feiern ist immer besser als aufeinander loszugehen“ fasst der Vereinsvorsitzende zusammen und ruft abschließend dazu auf „Lasst uns lieber zusammen feiern!“ Der Europatag eigne sich dazu in ganz Europa auf ideale Weise und wer mag, könne ja auch darüber hinaus feiern und dazu beitragen, dass es etwas zu feiern gäbe, endet Frank mit einem Augenzwinkern.

Lasst uns lieber zusammen Europa feiern!

Die Aktiven der Europa-Union leben und fördern diesen die Völker verbindenden Ansatz in Bayern seit 1948 und blickt 2026 auf ihre 75. Landesversammlung. Die die überparteiliche Europa-Union gibt es dabei nicht nur über 40 Kreis- und acht Bezirksverbänden in ganz Bayern, sondern auch in ganz Deutschland und vielen Ländern Europas. Die Europa-Union hat in Deutschland mehr als 16.000 Mitglieder, davon über 3.200 in Bayern. Für bis 35-Jährige gibt es neben der gemeinnützigen Organisation auch die Jungen Europäischen Föderalist:innen. Frank ist seit 2021 Landesvorsitzender der Europa-Union Bayern und war Mitglied des Präsidiums der Europa-Union Deutschland sowie zehn Jahre Kreisvorsitzender in Augsburg.