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Europa-Union Aschaffenburg organisiert Podiumsdiskussion mit allen Bundestagskandidaten

Europa-Union Aschaffenburg organisiert Podiumsdiskussion mit allen Bundestagskandidaten

2018-06-01T23:16:50+00:00 3. Oktober, 2017|
  • Bild: Liebl, Wagener, Mosca Spatz, Lindholz, Schwarzkopf, Klein, Schmitt und Kropp

Der Kreisverband Aschaffenburg der Europa-Union organisierte am 07.07.2017 eine Europa-politische Podiumsdiskussion in der Stadthalle Aschaffenburg. Moderator war Martin Schwarzkopf, Chefredakteur des Main-Echos. Eingeladen waren MdB Andrea Lindholz (CSU), Alexander Mosca Spatz (SPD), Karsten Klein (FDP), Niklas Wagener (Grüne), Georg Liebl (Linke), Bernhard Schmitt (ÖDP) und Andreas Kropp (AfD).

Nach der Vorstellung der Europa-Union Aschaffenburg durch deren Vorsitzenden Dipl.-Ing. (FH) Dieter Schornick wurde schnell klar, dass die Positionen der sieben Bundestagskandidaten des Wahlkreises Aschaffenburg oft recht konträr waren. Die Sozialstandards in den Mitgliedsstaaten seien so unterschiedlich, dass sich etwas bewegen müsse, damit überall in der EU Akzeptanz für Europa entstehen könne, meinte die Bundestagsabgeordnete Andrea Lindholz. Das Europa-Union-Mitglied und Diplomkaufmann Dr. Wilfried Müller hielt in der Diskussion den Wettbewerbsgedanken für richtig, denn nur die Besten sind in der Lage, in ihrem Land ein gutes Sozialsystem aufzubauen. Auf die Frage, welche Schritte die Parteienvertreter zur Angleichung von Sozialstandards und Steuern in der Europäischen Union vorschlügen gab es Antworten in Richtung „Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten“ (Klein), „Entlastung des Mittelstands“ (Kropp), „Mandat an die Europäische Zentralbank, als Vollbeschäftigungsmotor zu arbeiten“ (Mosca Spatz) bis hin zur „Ausbildungsplatzgarantie“ (Wagener). Auf die Schlussfrage des Moderators nach der wichtigsten Maßnahme, um Europa voranzubringen, forderte Kropp eine Entbürokratisierung, Schmitt die strikte Trennung zwischen Wirtschaft und Politik, Klein mehr Macht fürs europäische Parlament, Liebl die Neuverhandlung aller Verträge, Wagener ein europäisches Fair-Trade-Siegel und Lindholz die Konzentration Europas auf die großen Aufgaben. Einig war sich das Podium hingegen in seiner Ablehnung von weiteren EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei unter Erdogan. Am Ende der sachlich und fair verlaufenen Veranstaltung gab es keinen einzigen Europaskeptiker auf dem Podium.

Dieter Schornick