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Brennerbasistunnel – Bereicherung des Transeuropäischen Netzes

Brennerbasistunnel – Bereicherung des Transeuropäischen Netzes

2018-06-02T00:48:09+00:00 2. Oktober, 2017|
  • Erkundungsstollen Ahrental-Pfons

Der Kreisverband Landshut führte einen Baustellenbesuch des Brennerbasistunnels (BBT – südliche Zulaustrecke) bei Franzensfeste/Mauls durch.

Mag. Heinrich Tschigg erklärte den Teilnehmern die einzelnen Arbeitsvorgänge hinsichtlich des Bauens des Tunnels. So durchläuft der Tunnel unterschiedliche geologische Zonen. Es herrschen vier Gesteinsstrukturen wie Innsbrucker Quarzphyllit, Bündner Schiefer, Zentralgneis und Brixner Granit vor, welche zum Teil als Baumaterial wie Zuschlagstoff für Beton, verwendet werden. Der Vortrieb erfolgt mit einer Tunnelbohrmaschine.

Der Brennerbasistunnel umfasst den Mittelstollen, welcher mit dem Verbindungsstollen als Fluchtweg von den Hauptröhren Ost bzw. West verbunden ist. Länge: 64 km. Innsbruck – Franzenfeste. Ebenso dient er als Evakuierung von Passagieren. Als weitere Sicherungseinrichtungen werden Nothaltestellen sowie Rauchabzug eingebaut, um Mittel- und Verbindungsstollen als Fluchtwege frei von Rauchgasen zu halten.

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Die EU-Mitgliedsstaaten Österreich, Italien realisieren und finanzieren den Brennerbasistunnel (BBT) gemeinsam, wobei sicht die Europäische Union mittels Kofinanzierung in Höhe von 40% beteiligt. (Gesamtkosten 8.585 Mio. Euro). Ebenso steht seitens der Europäischen Union ein olitischer Koordinator in der Person von Pat Cox, dem ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments zur Verfügung.

Die Fertigstellung ist bis 2026 vorgesehen und die STrecke wird dann in den Jahresfahrplan einbezogen, um eine zügige Abwicklung des Passagier- und Güterverkehr auf dem Transeuropäischen Netz einschließlich europäischer Binnenmarkt zu gewährleisten.