Wie funktioniert Demokratie im digitalen Zeitalter? Und wie lässt sich die europäische Idee gegen extremistische Strömungen verteidigen? Diese zentralen Fragen stehen im Mittelpunkt des Projekts „Demokratielabor 2.0“, das die Europa-Union Bayern (EUB) in den kommenden Monaten durchführt. Unter der Federführung des stellv. Landesvorsitzenden Walter Göbl und in Kooperation mit der Bayerischen Ehrenamtsstiftung richtet sich das Projekt gezielt an junge Multiplikatoren zwischen 15 und 25 Jahren in ländlichen Regionen.
Gezielte Prävention vor Ort:
Das Projekt startet am 18. April in Waldkraiburg (Landkreis Mühldorf am Inn). Weitere Stationen sind die Landkreise Bad Kissingen, Cham und Landshut, bevor eine gemeinsame Abschlussveranstaltung in Kulmbach das Projekt abrundet. „Wir haben bewusst Orte gewählt, in denen extremistische Parteien wie die AfD einen hohen Zuspruch erfahren“, erklärt Walter Göbl. „Unser Ziel ist es, junge Menschen genau dort für ein Europa der Vielfalt zu begeistern und ihre Widerstandsfähigkeit gegen demokratiefeindliche Bewegungen nachhaltig zu stärken.“
Vielfalt als Stärke:
Die Teilnehmerstruktur ist bewusst breit gefächert: Schülerinnen und Schüler aller Schularten treffen am 18. April auf junge Erwachsene mit Migrationshintergrund sowie Aktive aus der Feuerwehr, dem Bayerischen Bauernverband und dem Kreisjugendring. Auch die Jugendparlamente aus Mühldorf und Waldkraiburg sind fest eingebunden. Geleitet und moderiert wird der erste Workshop von dem 19-jährigen Erzieher und KJR-Beteiligungscoach Elias Hentschel.
Das Ergebnis des Projekts wird eine Strategie-Skizze sein, die bundesweit als Best-Practice-Modell zur Demokratieförderung zur Verfügung gestellt wwerden kann.