Wie jedes Jahr wurde wieder ein Land der Europäischen Union von den Mitgliedern des Kreisverbandes gewählt. So wurde für 2016 die das Themenland Frankreich gewählt und hier ganz speziell – für unseren Stadt- und Kreisverband Amberg-Sulzbach, die Provence.

1.Tag
Im letzten Jahr wurde bei der Jahresversammlung der Europa Union Stadt- und Kreisverband Amberg-Sulzbach Frankreich als Themenland 2016 gewählt. Voller Erwartung machte sich Karoline Hastreiter, die Vorsitzende, mit einer 24-köpfigen Reisegruppe auf den Weg nach Straßburg, unserem ersten Ziel. Gegen Mittag kamen wir dort nach gemütlicher Fahrt an. Uns empfing ein Reiseführer, der uns temperamentvoll und mit Begeisterung zuerst mit dem Bus und dann zu Fuß durch die Altstadt von Straßburg führte. Im Straßburger Münster erläuterte er uns die Astronomische Uhr; danach machten wir uns eiligst auf den Weg zum Busparkplatz, damit der Busfahrer nicht auf uns warten musste. Dafür haben wir dann eine Stunde auf ihn gewartet, da er die angegebene Uhrzeit falsch verstanden hatte.

Am Nachmittag stand der Besuch des EU-Parlaments auf dem Programm. Wir fuhren zum Palais de l’Europe und waren mit dem EU-Abgeordneten Markus Ferber verabredet, der über seine Arbeiten im EU-Parlament berichtete. Markus Ferber ist seit dem Jahr 2000 auch Landesvorsitzender der Europa Union Bayern. Nach seinen eigenen Aussagen geht es ihm vor allem darum, Europa transparenter zu machen. Anschließend konnten wir eine Sitzung im Plenarsaal verfolgen.

Danach fuhren wir nach Hagenau zum Europe Hotel, unserem Quartier für die ersten beiden Nächte. Dort haben wir gut zu Abend gegessen mit einer ganz besonderen Nachspeise, einem „Geister-Guglhupf“, der sehr gut schmeckte. Auf der Hotelterrasse ließen wir den Tag gemütlich ausklingen.

2.Tag
Nach einem guten Frühstück fuhren wir wieder nach Straßburg in die parlamentarische Vertretung. Dort empfing uns der EU-Abgeordnete Albert Deß, der uns über seine Tätigkeiten als EU-Abgeordneter informierte.

MdEP Albert Dress und Karoline Hastreiter Vorsitzende Europa-Union KV Amberg-Sulzbach

MdEP Albert Dress und Karoline Hastreiter Vorsitzende Europa-Union KV Amberg-Sulzbach

Gegen Mittag fuhren wir nach Colmar. Am Museum „Unterlinden“, wo man u.A. die zweite Schauseite des Isenheimer Altars von Matthias Grünewald besichtigen kann, begann unsere Stadtführung. In Colmar befinden sich zahlreiche bedeutende Bürgerhäuser aus dem Mittelalter und der Renaissance, die der Altstadt über die Jahrhunderte ihren Charakter erhalten haben.

Das 1480 errichtete und im 16. Jahrhundert erweiterte Koïfhus, elsässisch für Kaufhaus, beherbergte die ehemalige Zollstation. Im Erdgeschoss wurden die Waren gelagert und im darüber liegenden Raum im ersten Stock versammelten sich die Abgesandten des Zehnstädtebunds.

Prachtvolle Beispiele sind auch das 1537 für einen reichen Hutmacher erbaute Pfisterhaus sowie das Kopfhaus im Renaissance-Stil, dessen Fassade mit 106 Köpfen oder grotesken Masken verziert ist und heute u. a. ein Restaurant ist. Es ist das Werk Auguste Bartholdis, der dieses Gebäude 1898 im Auftrag der Weinbörse erbaute. Auguste Bartholdis ist ein berühmter Sohn der Stadt, dessen bekanntestes Werk die Freiheitsstatue ist, die in Einzelteilen nach New York verschifft wurde. In seinem Geburtshaus ist das Bartholdi-Museum untergebracht.

Colmar

Colmar

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das am Fluss Lauch liegende Viertel Krutenau, auch „Klein-Venedig“ genannt, das sehr schöne Häuser und Brücken beherbergt. Hier liegen auch die bekannten Markthallen, durch die wir kurz durchspaziert sind. Das Viertel grenzt an das ehemalige Gerberviertel und an das Fischerufer, das zu den meistfotografierten Motiven der Stadt zählt.

Nach der Führung hatten wir noch genügend Freizeit, um einen Flammkuchen zu essen, zum Bummeln oder auf den vielen Marktständen einzukaufen.

Wieder zurück in Hagenau haben wir diesen sehr gelungenen Tag im Hotel ausklingen lassen.

1. Tag Weiterfahrt in die Provence
Endlich ist es soweit. Wir fahren in die Provence. Von Hagenau fuhren wir vorbei an Straßburg und Colmar, ließen die Vogesen auf der rechten Seite und fuhren an Burgen und Ruinen der elsässischen Weinstraße entlang bis Mühlhausen. Über Besancon und Lyon kamen wir in die Provence. Vorbei an Orange und Avignon erreichten wir am Spätnachmittag unser Hotel Les Vignes Blanches in Beaucaire, wo wir die nächsten sechs Nächte verbrachten.

Von Beaucaire aus hatten wir zu fast allen Zielen kurze Anfahrtswege, so dass viel Zeit für Besichtigungen und Freizeit blieb. Die Provence ist reich an natürlichen Sehenswürdigkeiten und Baudenkmälern, etliche davon stehen auf der Liste des Weltkultur- und Naturerbes. Sie ist ein historisches Gebiet in Südostfrankreich zwischen Dauphine im Norden, dem unteren Rhonetal im Westen, dem Mittelmeer im Süden und der italienischen Grenze im Osten.

2. Tag
Unsere Reiseleiterin Claudia (eine Deutsche, die in Aix-en-Provence mit einem Franzosen verheiratet ist) holte uns vom Hotel ab und begleitete uns auch die nächsten Tage. Unser erstes Ziel war Uzès, eine kleine, historische Stadt in der Nähe der berühmten Brücke Pont du Gard. Dort konnten wir in den mittelalterlichen Straßen einen für die Provence typischen Markt erleben, den die einheimische Bevölkerung gerne als Treffpunkt mit Freunden nutzt.

Auf dem Markt Uzès

Auf dem Markt Uzès

Weiter ging es in die alte Römerstadt Nîmes, in der heute mehr als 150.000 Einwohner leben. Zuerst besichtigten wir das Amphitheater selbständig mit Audioguides. Es ist das besterhaltene aus römischer Zeit und wurde Anfang des 1. Jh. n.Chr. gebaut. Heute wird die Arena für Konzerte und Corridas genutzt.

Das Wappen der Stadt – ein Krokodil – erinnert an den Sieg der Römer über Ägypten und ziert einen Brunnen in der Stadt. Weiter gingen wir am Uhrturm mit offener Glocke vorbei. Eine andere Sehenswürdigkeit ist der Tempel La Maison Carrée, der weltweit einzige, vollständig erhaltene Tempel aus der Antike. Im Tempel sahen wir einen Film über die Entstehung der Stadt Nîmes.

Im Anschluss daran fuhren wir zum Pont du Gard, eine als UNESCO-Welterbe geschützte antike Meisterleitung. Die Brücke ist von beeindruckender Höhe und gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Südfrankreichs. Der Aquädukt mit drei Bogenreihen wurde unter Kaiser Augustus als Teil einer 50 km langen Wasserleitung in das nahe gelegene Nîmes gebaut – mit 250 m Länge, der größte seiner Zeit. Danach mussten wir uns dreieinhalb Stunden bis zur Dunkelheit in Geduld üben. Dafür wurden wir mit einer spektakulären Lichterschau mit Musik und französischer Erklärung über die Entstehung und Vernichtung der Brücke sowie einem grandiosen Feuerwerk belohnt

Pont du Gard

Pont du Gard

3. Tag
Heute ging es in die südliche Provence nach Arles und in die Camargue.
Arles gehört zu den ältesten Städten Frankreichs mit über 2000-jähriger Geschichte und war zu römischer Zeit ein bedeutender Handelsplatz. Den Rathausplatz ziert ein Obelisk, der einst das römische Stadion schmückte. Unweit davon steht eine der schönsten romanischen Kirchen der Provence, St-Trophime, deren schmucklose Fassade im 12. Jh. mit einem wunderschönen Portal aufgewertet wurde. Leider konnten wir nicht ins Innere der Kirche, da ein Gottesdienst stattfand.

Auch Arles hatte ein Amphitheater. Dieser Monumentalbau hat die Kriege und die Witterungseinflüsse gut überstanden, so dass er heute zu den besterhaltenen Amphitheatern zählt. Die Arena wird heute noch genutzt für Theater, Konzerte und Stierkämpfe. Auch das benachbarte Theatre Antique, das römische Theater, wird weiterhin für Freilichtaufführungen verwendet, ist jedoch im Gegensatz zu den Arenen wesentlich stärker vom Zahn der Zeit angenagt. Die antiken Ruinen von Arles gehören ausnahmslos zur Liste der UNESCO-Baudenkmäler.

Amphitheater der Stadt Arles

Amphitheater der Stadt Arles

Danach wandelten wir auf den Spuren des Malers Vincent Van Gogh, der 1888 nach Arles kam. Fast 400 Werke entstanden in der Stadt. Am Place du Forum befindet sich das Café, das durch sein Bild berühmt wurde. Im Espace Van Gogh, so nennt man das frühere Hospiz, in dem der Maler behandelt wurde als er sein Ohr abgeschnitten hatte, konnten wir den wunderschönen Innenhof besichtigen. Anschließend gingen wir am Rhoneufer entlang zum Bus und setzten unsere Fahrt fort. Bevor wir in die Camargue fuhren machten wir noch einen Fotostopp an der berühmten Brücke von Arles, die Van Gogh gemalt hat.

Die Camargue beginnt im Norden bei Arles und liegt zwischen den beiden Rhonearmen. Während der Fahrt sahen wir die berühmten Camargue-Pferde, Stiere und sogar Flamingos. Den Mistral, den gefürchteten Nordwind der Provence, haben wir heute etwas zu spüren bekommen. Er kann bis zu 110 km/Std erreichen. Daher sind in der ganzen Provence und speziell in der Camargue und alle Felder und Häuser zum Norden hin durch Zypressen geschützt.

Unser erstes Ziel war Les-Saintes-Maries-de-la-mer. Wir besichtigten die Kirche Notre-Dame-de-la-mer mit der Krypta, in der die heilige Sara verehrt wird. Sie ist die Schutzheilige der Gitans. Berühmt ist die Stadt durch die alljährlich stattfindende Zigeunerwallfahrt. In einer bunten Prozession wird die Statue der schwarzen Sara zum Meer getragen, umhüllt von einer dicken Lage Seidenmäntel.

In der anschließenden Freizeit konnten wir einen Spaziergang am Meer machen und baden oder in einem gemütlichen Gartenrestaurant zu Mittag essen.

Am Nachmittag fuhren wir weiter nach Aigues-Mortes. Die befestigte Stadt wurde im 13. Jh. als Hafenstadt gegründet, liegt inzwischen jedoch, von Sand und Salinenfeldern umgeben, weitab vom Meer, mit dem es durch einen Kanal immer noch verbunden ist. Die Altstadt ist von einer 1.634 m langen Stadtmauer umgeben. Vom Turm Constance konnte man die Befestigungsanlage umrunden und hatte einen Blick auf die Salzsalinen vor der Stadt.

Zum Abschluss des Tages besuchten wir die Stierzuchtfarm Manade Gilbert Arnoud. Dort haben wir erfahren, dass die Stiere der Camargue kleiner sind als die spanischen. Auf einem Leiterwagen wurden wir zur Weide der Stiere gefahren, wo uns die Gardians, das sind die Cowboys der Camargue, auf ihren Camargue-Pferden zeigten, wie sie einzelne Stiere von der Herde trennen. Im Anschluss daran fuhren wir zurück zur Ranch, wo uns die Gastgeberin zu einem Begrüßungstrunk einlud. Danach nahmen wir an der großen Tafel Platz zu einem herzhaften Stiergulasch mit viel Wein aus der Provence.

Auf dem Weg zur Stierzuchtfarm

Auf dem Weg zur Stierzuchtfarm

4. Tag
Heute fuhren wir in Richtung Osten. Unsere erste Station war St-Remy-de-Provence. Auf dem nahe der Stadt gelegenen Plateau Les Antigues steht das ungewöhnlich gut erhaltene Mausoleum, errichtet zu Ehren der beiden jung verstorbenen Enkel von Kaiser Augustus Caius und Lucius. Daneben steht der römische Triumphbogen, dessen Reliefs gefangene Gallier zeigen. Unweit davon befindet sich das Kloster St-Paul-de-Mausole, in dem der Maler Vincent Van Gogh auf sein Verlangen für ein Jahr im Männerpavillon untergebracht war. Er war fasziniert vom Licht und der überwältigendem Schönheit der Landschaft. Auf dem Weg zum Kloster konnten wir viele der bekannten Bilder, die er dort gemalt hatte, in großformatigen Reproduktionen an der Stelle bewundern, wo sie erstellt wurden. Vincent van Gogh verließ St-Paul-de-Mausole und zog nach Auvers sur Oise, wo er zwei Monate später starb. Noch heute ist im Kloster St-Paul-de-Mausole eine psychatrische Klinik untergebracht.
Hinter dem Kloster war ein schöner Garten angelegt mit zahlreichen Blumen, frischen Kräutern und duftenden Lavendelfeldern. Denn hier hat der Lavendel schon geblüht.

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St-Remy ist eine Bilderbuchstadt mit ca. 10.000 Einwohnern. Schöne Bürgerhäuser aus dem 16. und 17. Jh. prägen den Kern von St-Remy. Dort kamen wir auch am Geburtshaus des berühmten Arztes und Sehers Nostradamus vorbei.

Nächste Station war das Felsenstädtchen Les Baux und die Festung „Château des Baux-de-Provence“, welches über dem Bergdorf thront. Die Festung haben wir selbständig mit Audioguides erkundet. Die Aussicht war gigantisch. Von dort hatten wir einen herrlichen Blick auf das Tal mit Obst-, Wein- und Gemüsefeldern. Leider hatten einige den Mistral unterschätzt und mussten dafür büßen.
Unterhalb der Stadt Les Baux in einem unterirdischen Steinbruch erlebten wir das sehr beeindruckende Ton- und Lichtschauspiel „Carrières des Lumières“. Die Meisterwerke des Malers Marc Chagall wurden in Übergröße auf Wände, Säulen und Decke projiziert mit entsprechender, zum Bild passender Musik.

Anschließend besichtigten wir eine Ölmühle Mas des Barres. Hier lernten wir alles kennen: vom Anbau der Oliven und der Weiterverarbeitung bis hin zum fertigen Produkt, das wir am Ende probieren durften.

Zum Abendessen fuhren wir in das Landrestaurant Le Mas Teuilières in Maussane-les-Alpilles zu einem typisch provenzalischen Essen.

Überwältigt von den vielen Eindrücken und Sehenswürdigkeiten, die wir an diesem Tag erlebt haben, fuhren wir zum Hotel zurück.

5. Tag
Heute hatten wir eine etwas längere Anfahrt. An den „kleinen Älpchen“ vorbei fuhren wir nach Aix-en-Provence, einer Universitätsstadt mit über 140.000 Einwohnern. Sie wird auch Stadt des Wassers genannt, denn überall im Zentrum fließt Brunnenwasser. Die Führung begann am barocken Springbrunnen Fontaine de la Rotonde, der 1860 errichtet wurde. Als Spitze hatte er drei Statuen. Sie symbolisieren die Landwirtschaft (nach Marseille blickend), die schönen Künste (nach Avignon gerichtet) und die Justiz (zum Cours Mirabeau gewandt). Von dort gingen wir den Cours Mirabeau entlang, eine breite, von Platanen eingesäumte Prachtstraße mit riesigen Adelshäusern, traditionsreichen Cafés und weiteren drei Brunnen. Ein berühmter Sohn der Stadt ist der Maler Paul Cezanne.

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Claudia führte uns durch die Altstadt zum barocken Rathaus mit dem Uhrturm aus dem 15. Jh. Auf diesem Platz fand ein großer Blumenmarkt statt. Nachdem wir die Kathedrale St-Sauveur besichtigt hatten, verbrachten wir den Rest der Zeit auf dem riesigen Markt auf der Prachtstraße.

Danach besichtigten wir einen Betrieb, der die berühmten Santons, das sind Krippenfiguren aus Ton, herstellt. Im Ausstellungsraum konnten wir eine beeindruckende Krippe mit großen und kleinen Figuren bewundern.

Wir fuhren weiter zur Confiserie Du Roy Rene, dem auch ein Museum angeschlossen war. Dort lernten wir die traditionellen Calissons kennen – ein Konfekt in Form eines Weberschiffchens mit Mandeln und kandierten Melonen und Orangen. Dieses Konfekt gehörte bereits im 16. Jh. zu den beliebten Leckereien der Region. Eine weitere Spezialität der Provence ist der weiße Nougat mit Mandeln, Pistazien und Honig. Einige versorgten sich im Shop mit köstlichen Leckereien.

6. Tag
Heute standen wieder besondere Highlights auf dem Programm: die wohl schönsten Bergdörfer der Provence. Die Fahrt ging durch die wundervolle, bergische Landschaft des Luberon zum Zisterzienser Kloster Notre-Dame-de-Sénanque, das aus dem 12. Jh. stammt. Es liegt nördlich des Bergdorfes Gordes in einer Talmulde. Die Abtei ist bekannt durch seine gepflegten Lavendelfelder, die leider noch nicht in voller Blüte standen.
Gordes, eines der schönsten Dörfer Frankreichs, liegt auf einer Felsnase und ist Teil des Naturparks Luberon. Das Dorf ist wie ein Nest um den Felsen gebaut mit einer grandiosen Aussicht in die umliegenden Täler. Bei der Abfahrt von Gordes zeigte uns Claudia den Besitz von Caroline von Monaco.

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Danach kamen wir nach Roussillon, der bekannten Ockerstadt, die ebenfalls am Berg liegt. Der Ockerabbau wurde 1975 eingestellt. Seither strömen die Touristen in die pittoresken Gruben und das mit Souvenirläden übersäte Dorf. Beim Rundgang durch das Ockerdorf kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. So vielfältig waren die Formationen und Farben der Ockerschichten.

Zum Abschluss des Tages fuhren wir auf das Weingut „Domaine de la Citadelle“. Dort wurden wir durch den Weinkeller geführt und bekamen anschließend eine Weinverkostung.

7. Tag
Am letzten Tag in der Provence stand die große historische Stadt Avignon auf dem Programm. Nach der Kofferverladung fuhren wir nach Avignon. Die historische Altstadt von Avignon wird von der Stadtmauer aus dem 12. Jh. umgeben. Hier trafen wir zum letzten Mal unsere Reiseleiterin. Sie führte uns durch die Gassen zum mächtigen Papstpalast, den wir mit Audioguides selbstständig besichtigen konnten. Mit seinen gigantischen Ausmaßen gleicht er eher einer Festung als einen Papstpalast und war im 14. Jh. statt Rom Exilresidenz der christlichen Welt.

Danach tanzten wir über die berühmte Brücke von Avignon „St-Bénézet“ und verabschiedeten uns anschließend von unserer Reiseleiterin Claudia. Sie war eine angenehme Begleiterin in dieser Woche und hat uns mit Ihrem aufgeschlossenen Wegen und profunden Wissen die Provence näher gebracht.

Unsere Fahrt ging weiter über Lyon nach Bourg-en-Bresse, kurz vor der Schweizer Grenze, wo wir unsere letzte Nacht in Frankreich verbrachten. Zum Abendessen bekamen wir eine Spezialität dieser Region: ein Masthühnchen aus der Bresse.

8. Tag
Leider ist der Urlaub zu Ende. Die Rückfahrt führte uns am Genfersee entlang über die Schweiz nach Bregenz an den Bodensee und weiter in die Heimat. Bis wir wieder zuhause ankamen, waren wir insgesamt 3.650 km unterwegs!

Nicht umsonst zählt die Provence zu den beliebtesten Reisezielen. Keine andere Region Frankreichs ist so facetten- und kontrastreich. Sie bot uns bezaubernde Landschaften, besondere Intensität der Farben und ein einmaliges Lichtspiel. Wir waren fasziniert vom Duft der malerischen Altstädte mit den vielen Märkten und den provenzalischen Köstlichkeiten. Die endlosen Platanenalleen, die blühenden Oleandersträucher, die unzähligen Olivenhaine und die vielen Weinberge werden uns immer in Erinnerung bleiben.

Besonderer Dank gilt Karoline für die viele Arbeit, die sie sich bei der Organisation dieser einmaligen Reise gemacht hat. Sie hat die schönsten Orte der Provence für uns ausgesucht und uns damit einen unvergesslichen Urlaub beschert.

Au Revoir