{"id":546,"date":"2018-11-25T15:39:31","date_gmt":"2018-11-25T14:39:31","guid":{"rendered":"https:\/\/eu-bayern.de\/kvhammelburg\/?p=546"},"modified":"2018-11-25T15:39:31","modified_gmt":"2018-11-25T14:39:31","slug":"vortrag-islam-islamismus-und-der-dschihad-beim-kv-hammelburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eu-bayern.de\/kvhammelburg\/vortrag-islam-islamismus-und-der-dschihad-beim-kv-hammelburg\/","title":{"rendered":"Vortrag &#8222;Islam, Islamismus und der Dschihad&#8220; beim KV Hammelburg"},"content":{"rendered":"<p class=\"tinymce_own02\">Die Europa-Union und die Kolpingfamilie in Hammelburg hatten zu einer Abendveranstaltung ins katholische Pfarrheim eingeladen. Das Thema &#8211; ISLAM, ISLAMISMUS und der DSCHIHAD &#8211; sprach viele Menschen an. \u00dcber hundert Interessierte kamen zum Vortrag. Der Referent stellte Kernaussagen des Islam und des Christentums gegen\u00fcber. Er erl\u00e4uterte Gemeinsamkeiten und Gegens\u00e4tze.<\/p>\n<p>Mit Niko Schmeja, T\u00fcbingen, als Referent konnten die beiden Veranstalter mittels Unterst\u00fctzung durch die Hanns-Seidel-Stiftung, einen ausgewiesenen Islam-Kenner gewinnen um das, was diese Weltreligion ausmacht, kurzgefasst den Teilnehmern nahe zu bringen.<br \/>\nDer kleinste gemeinsame Nenner steht am Beginn der neuen Religion die Mohamed, der Prophet, um 610 stiftet. Der Stammvater aller drei Weltreligionen, Juden, Christen, Muslime ist Abraham. Aber auch Jesus, der als Prophet hohes Ansehen genie\u00dft. Mit ihnen kam der Glaube an einen Gott und eine neue verhei\u00dfene N\u00e4he zu ihm in die Welt, der eine pers\u00f6nliche Beziehung zu diesem liebenden und barmherzigen, aber auch gerechten Gott fordert und verk\u00fcndet.<\/p>\n<div id=\"attachment_545\" style=\"width: 810px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-545\" class=\"size-full wp-image-545\" src=\"https:\/\/eu-bayern.de\/kvhammelburg\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2018\/11\/PB141406-2.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" \/><p id=\"caption-attachment-545\" class=\"wp-caption-text\">Referent Niko Schmeja aus T\u00fcbingen<\/p><\/div>\n<p>Schmeja, in der Universit\u00e4tsstadt T\u00fcbingen zuhause, unterh\u00e4lt in seiner Heimatstadt Kontakte zu muslimisches Dozenten, die an der dortigen Universit\u00e4t Islamwissenschaften lehren. Souver\u00e4n konnte deshalb der Gast aus T\u00fcbingen das Thema referieren.<br \/>\nAuslegung der muslimischen Schriften, so Schmeja, ist nur denjenigen erlaubt, die durch jahrelanges Studium die Bef\u00e4higung dazu erlangt haben. Ihr Wort wird in den Moscheen geh\u00f6rt und in die Alltagswirklichkeit der Muslime in allen L\u00e4ndern der Welt umgesetzt. So werden die Gl\u00e4ubigen rechtgl\u00e4ubig und leider auch abgrenzend zu unserem Staat und unserer Gesellschaft unterwiesen.<br \/>\nKritisch sieht der Vortragende im Islam die Rechtfertigung von Gewalt. Aus dem Koran leiten Muslime den Auftrag zur Schaffung einer islamischen Weltordnung ab. Sie sehen in der Demokratie eine Auflehnung gegen Allah, da man \u00fcber Gottes Willen nicht abstimmen kann. Schmeja nannte die Fakten beim Namen. Die Ablehnung westlicher Werte, stellt unsere Verfassung und unseren Rechtsstaat infrage. Im Islamismus werden muslimische Positionen noch verst\u00e4rkt. Im Dschihad ist die Bereitschaft geweckt, den Gegner anzugreifen.<br \/>\nSchmeja fragt nach den Ans\u00e4tzen f\u00fcr ein m\u00f6gliches gemeinsames Politikverst\u00e4ndnis. Ist unter diesen Vorzeichen \u00fcberhaupt Gemeinsamkeit m\u00f6glich, wenn weltweit der fundamentalistische Islam als unfriedfertig und aggressiv wahrgenommen wird ?<br \/>\nAllein die nicht enden wollenden Auseinandersetzung zwischen Sunniten und Schiiten und ihre gegenseitige Verurteilung als \u201eUngl\u00e4ubige\u201c verwundert Nichtmuslime. Die Religionsstreitigkeiten der verschiedenen islamischen Glaubensrichtungen werden hart und oft blutig ausgetragen. Schmeja nannte die Gr\u00fcnde.<br \/>\nWo bleibt das br\u00fcderliche Miteinander der Muslime, Toleranz, Achtung der Menschenrechte die der Koran fordert und die auch die muslimischen Staaten unterschrieben haben ?<br \/>\nDer Referent zitierte zum Islamismus: \u201eAufs\u00e4ssig ist derjenige, der sich gegen Allah auflehnt, indem er eigene Gesetze einf\u00fchrt\u201c. F\u00fcr Toleranz ist bei Islamisten kein Platz. Nicht nur der Westen wird verdammt.<br \/>\nGerhard Becker, Vorsitzender der Kolpingfamilie erinnerte in seinem Statement daran, dass auch in Deutschland erst seit hundert Jahren Thron und Altar getrennt sind. Die Verquickung von staatlicher und kirchlicher Macht, die mit Kaiser Konstantin begann, dauerte \u00fcber das Mittelalter bis 1918 in katholischen und evangelischen Staaten an und f\u00fchrte zu \u00e4hnlichen Verfolgungen, Ausgrenzung und sogar Kriegen, wie diese sich heute in der islamischen Welt zeigen.<br \/>\nBecker sieht darin eine Parallele zu der islamischen dogmatischen Grundeinstellung, Religion und Politik als untrennbar anzusehen. Die Aufkl\u00e4rung und das moderne Staats- und Verfassungsrecht zwang die alten M\u00e4chte zur Aufgabe dieser Position und zur Anerkennung der individuellen Menschenrechte, auch auf Religionsfreiheit. Insbesondere das II. Vatikanum f\u00fchrte in der katholischen Kirche zum Umdenken.<br \/>\nOb der Islam ebenso lange ben\u00f6tigt um sich von Dogmatismus der Religionsf\u00fchrer zu l\u00f6sen ? Ob es jemals zu einem gemeinsamen Politikverst\u00e4ndnis kommen wird ?<br \/>\nSchmeja nannte Ans\u00e4tze f\u00fcr einen modernen Islam: Er setzt die Hoffnung auf nachwachsende Generationen von Muslimen in Deutschland, die mehrheitlich an einem aufgekl\u00e4rten Islam interessiert sind. Er sieht das insbesondere bei jungen Muslimas die in T\u00fcbingen studieren und die sich von der m\u00e4nnerbestimmten Auslegung des Koran frei machen wollen.<br \/>\nNiko Schmeja erhielt regen Beifall f\u00fcr seinen fundierten Vortrag zu einem Thema, das Kirchen und die Politik herausfordert.<br \/>\nGerhard Becker und Dieter Galm dankten dem Referenten im Namen der Europaunion und der Kolpingfamlie mit der \u201eHammelburger W\u00e4hrung\u201c, einem Bocksbeutel-Pr\u00e4sent und Frau Rosi Hufnagel mit einem Blumenstrau\u00df f\u00fcr die Organisation im Vorfeld.<\/p>\n<p>Dieter Galm \/ Gerhard Becker<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Europa-Union und die Kolpingfamilie in Hammelburg hatten zu einer Abendveranstaltung ins katholische Pfarrheim eingeladen. 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