{"id":2207,"date":"2025-10-26T18:22:45","date_gmt":"2025-10-26T17:22:45","guid":{"rendered":"https:\/\/eu-hammelburg.de\/?p=2207"},"modified":"2025-10-26T18:24:21","modified_gmt":"2025-10-26T17:24:21","slug":"reisebericht-die-wiege-des-zeus-europa-union-zu-gast-auf-kreta","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eu-bayern.de\/kvhammelburg\/reisebericht-die-wiege-des-zeus-europa-union-zu-gast-auf-kreta\/","title":{"rendered":"Reisebericht: \u201eDie Wiege des Zeus\u201c \u2013 Europa-Union zu Gast auf Kreta"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400\">Die Europa-Union Kreisverband Hammelburg lud zu einer siebent\u00e4gigen Informations- und Kulturreise nach Kreta ein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Am Abflugtag traten 36 Teilnehmer die Busfahrt zum Flughafen nach Frankfurt\/Main an. Die Gruppe landete nach drei Stunden auf der Insel und fuhr in das h\u00fcbsche \u00d6rtchen Fodele, den Geburtsort des Malers El Greco. Nach einem Imbiss erfolgte der Transfer zum Hotel und das Abendessen vom reichhaltigen B\u00fcfett.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Knossos war das Ziel des n\u00e4chsten Tages. Der Palast des sagenhaften K\u00f6nigs Minos, der bereits um 2000 v. Chr. errichtet wurde, beeindruckte die Reisenden sehr. Die Anlage war das politische, religi\u00f6se und wirtschaftliche Machtzentrum der minoischen Herrscher, der ersten Hochkultur Europas. Weiter ging es nach Archanes, einem Dorf umgeben von Weinbergen und Olivenhainen, mit einem langen geschichtlichen Hintergrund. Bei einer Weinprobe konnten die Besucher sich selbst davon \u00fcberzeugen, dass in diesem Gebiet der beste kretische Tafelwein produziert wird. Ein Aufenthalt in Heraklion beendete den ereignisreichen Tag.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Der dritte Tag stand zur freien Verf\u00fcgung: Einige Reiseteilnehmer fuhren nochmals in die kretischen Hauptstadt Heraklion, andere erkundeten Hersonissos oder genossen ein Bad im Meer.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Der Ganztagesauflug am Freitag f\u00fchrte auf der Panorama-K\u00fcstenstra\u00dfe entlang des Kouloukounas-Gebirges in das K\u00fcstentiefland bei Rethymnon. Kurz vor der Stadt bog der Bus nach S\u00fcden ab, um nach der Fahrt durch einen der \u00e4ltesten Olivenhaine auf ein kleines Plateau im Ida-Gebirge zu gelangen. Dort steht das Nationalheiligtum der Kreter, das Kloster Arkadi. Hier gipfelte der Widerstand gegen die jahrhundertlange T\u00fcrkenherrschaft im Jahre 1866 in einem kollektiven Suizid der Zivilbev\u00f6lkerung. Nach der Besichtigung ging die Fahrt weiter in die fruchtbare K\u00fcstenebene nach Chania, der wohl sch\u00f6nsten Stadt Kretas. Hier gab es Gelegenheit die Ledergasse und die kleine Altstadt mit ihrem venezianischen Hafen zu besuchen. Auf dem R\u00fcckweg erfolgte ein Stopp in der Hafenstadt Rethymnon, wo oberhalb eine riesige venezianische Festung am Meer, die Fortezza thront.\u00a0 Nach einer Rast in griechischen Tavernen oder Caf\u00e9s erfolgte die R\u00fcckfahrt zum Hotel.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Der n\u00e4chste Tag brachte die Gruppe \u00fcber Serpentinen hinauf zur ca. 850 m hochgelegenen Lassithi-Hochebene, die eingeschlossen von den hohen Gipfeln des Diktigebirges liegt. Noch heute werden vereinzelte Windm\u00fchlen im Sommer mit Segeltuch bespannt, um das Grundwasser zur Bew\u00e4sserung hochzupumpen. Der erste Stopp galt dem Nonnenkloster Kato Kera: Die byzantinische Kirche \u00fcberraschte mit vielen Bildern und Motivtafeln. Selbsterstellte Souvenirs der Nonnen verf\u00fchrten zum Kauf von Mitbringseln. Bei Psichro konnte man einen Blick in Richtung der Geburtsh\u00f6hle des G\u00f6ttervaters Zeus werfen. Leider konnte die eindrucksvolle Tropfsteinh\u00f6hle wegen Umbauarbeiten nicht besucht werden. Bei einem typischen Mittagsessen imponierte der singende Gastwirt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">S\u00fcd-Kreta war das Ziel am Sonntag. Zun\u00e4chst ging die Fahrt Richtung Messara an die S\u00fcdflanke des Ida-Gebirges, wo die gr\u00f6\u00dfte und fruchtbarste Tiefebene Kretas liegt. Hier besuchte die Reisegruppe die Hauptstadt der alten R\u00f6merprovinz Kretas, das antike Gortys, mit Besichtigung der Ruinen des Amphitheaters und der St. Titus Basilika aus dorischer, r\u00f6mischer und byzantinischer Zeit. Besonders beeindruckend waren die Steinbl\u00f6cke mit Gesetzestexten aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. In dorischem Dialekt benennen sie Heirats-, Scheidungs-, Adoptions- und Erbschaftsrechte und die Strafen bei Gesetzesbruch. Danach ging es auf einen Tafelberg inmitten der Messara mit dem minoischen Palast Phaestos, der einen herrlichem Rundblick auf das Ida-Gebirge und die Asteroussia-Berge bis hin zum Lassithi-Massiv freigibt. Im idyllischen Fischerdorf Matala hatten die Reiseteilnehmer Gelegenheit im kristallklaren Wasser des Libyschen Meeres zu baden, in eine Taverne im Hafen einzukehren oder einen Spaziergang zu den ber\u00fchmten Wohnh\u00f6hlen in den Felsen der Steilk\u00fcste zu unternehmen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Der vorletzte Tag der Reise stand zur freien Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">W\u00e4hrend der Ausfl\u00fcge wurde die Gruppe von Gavriela gef\u00fchrt und umfangreich mit vielen Erl\u00e4uterungen zu Geschichte und Zusammenh\u00e4ngen der Kulturen informiert. Sie ist eine in Deutschland geborene Gastarbeitertochter, die mit 12 Jahren wieder mit ihrer Familie nach Kreta zur\u00fcckkehrte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Leider erfolgte nach dem Fr\u00fchst\u00fcck am Dienstag schon wieder der Transfer zum Flughafen und der R\u00fcckflug. Von Frankfurt ging es dann per Bustransfer zur\u00fcck in die Heimat. Vorstand Albrecht Leurer bedankte sich bei dem Planer und Organisator Dieter Lotze und dem Reisebegleiter Toni K\u00f6hler.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Europa-Union Kreisverband Hammelburg lud zu einer siebent\u00e4gigen Informations- und Kulturreise nach Kreta ein. Am Abflugtag traten 36 Teilnehmer die Busfahrt zum Flughafen nach Frankfurt\/Main an. 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