{"id":497,"date":"2020-05-09T17:43:05","date_gmt":"2020-05-09T15:43:05","guid":{"rendered":"https:\/\/eu-bayern.de\/kv-altoetting\/?p=497"},"modified":"2020-05-09T17:50:38","modified_gmt":"2020-05-09T15:50:38","slug":"europatag-2020-europa-im-zeichen-der-corona-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eu-bayern.de\/kv-altoetting\/europatag-2020-europa-im-zeichen-der-corona-krise\/","title":{"rendered":"Europatag 2020: Europa im Zeichen der Corona &#8211; Krise"},"content":{"rendered":"<p>Die Pandemie, die die ganze Welt erfasst hat, trifft auch im Besonderen Europa. Italien und Spanien sind von den Infektionen heftig betroffen und die Sterbef\u00e4lle lassen das Ausma\u00df der Pandemie erahnen. Deutschland ist es gelungen, den Infektionsberg abzuflachen und so einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu vermeiden. Dies ist den konsequenten Entscheidungen der deutschen Regierung und den L\u00e4nderregierungen zu verdanken.<\/p>\n<p>In den europ\u00e4ischen Vertr\u00e4gen ist festgelegt, dass das Eind\u00e4mmen von Infektionen weiterhin Aufgabe der Staaten bleibt. So ist die Europ\u00e4ische Kommission und das Parlament im Augenblick au\u00dfen vor. Es zeigt sich aber, dass einige L\u00e4nder die Gunst der Stunde n\u00fctzen und ihre eigenen Wege weitergehen. Ungarn und Polen sind dabei, die Demokratie zu entwerten und das Parlament zu entmachten. In Polen wird die Justizreform weiter durchgef\u00fchrt und die Unabh\u00e4ngigkeit der Richter eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Es werden auch die wirtschaftlichen Schw\u00e4chen einzelner L\u00e4nder sichtbar. So wird in einzelnen L\u00e4ndern eine \u00dcberschuldung stattfinden. Solidarit\u00e4t, das Grundmuster der Europ\u00e4ischen Union ist gefragt und die Kommission hat Hilfsgelder als Zusch\u00fcsse und Darlehen f\u00fcr die besonders betroffenen L\u00e4nder aufgelegt. Eine Vergemeinschaftung der Schulden \u00fcber Eurobonds scheint mir nicht der richtige Weg zu sein. Ziel europ\u00e4ischer Wirtschaftspolitik ist nach der Krise eine Stabilisierung der Wirtschaft und der Warenaustausch \u00fcber Grenzen hinweg. Gerade jetzt sp\u00fcren wir schmerzhaft die Schlie\u00dfung der Grenzen und es wird deutlich, wie wir bereits mit anderen Staaten verbunden sind. Freundschaften, Familien, Firmen, Universit\u00e4ten und Bildungseinrichtungen sind nun im gemeinsamen Austausch behindert. Der emotionale Reichtum einer l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Verbindung wird nun schmerzhaft bewusst. Es ist schade, dass die einzelnen Regierungen kein regionales Grenzkonzept entwickelt haben und nur in der rigorosen Abschottungspolitik ihr Heil gesucht haben. Die Bewohner der Grenzorte Burghausen und Ach in \u00d6sterreich erfahren diese ungewohnte Situation t\u00e4glich.<\/p>\n<p>Es ist in diesen Zeiten auch der Blick f\u00fcr die positiven Seiten der europ\u00e4ischen Union verloren gegangen. Verbraucherschutz, Naturschutz, die Zulassung und Sicherheit von Medikamenten und die rechtliche Gleichstellung von europ\u00e4ischen B\u00fcrgern ist ein hohes Gut. Die Beihilfen f\u00fcr Infrastruktur, Wirtschaft\u00a0 und Landwirtschaft sorgen f\u00fcr die Ann\u00e4herung gleicher wirtschaftlicher Grundlagen. Das Gr\u00fcnenzentrum in T\u00f6ging arbeitet auch mit den Geldern der EU. Diese Vereinheitlichung,\u00a0 auch die der Finanzen st\u00f6\u00dft nicht bei allen B\u00fcrgern auf Zustimmung, hat aber die vergangenen Jahrzehnte f\u00fcr Wohlstand und soziale Sicherung gesorgt.<\/p>\n<p>Die Jugend nimmt Europa bereits als Heimat wahr und viele Verbindungen gibt es innerhalb der europ\u00e4ischen L\u00e4nder. Junge Erwachsene kennen das Elend eines Weltkrieges oder auch einen regionalen Krieges nicht mehr und die Grundidee des Friedens wird nicht mehr als Triebfeder eines geeinten Europas wahrgenommen.\u00a0 75 Jahre nach Kriegsende darf das Leid der Familien in der ganzen Welt nicht vergessen werden.\u00a0 Junge Menschen leben heute in Europa mit den vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten der Ausbildung \u00fcber Grenzen hinweg und vielfachen beruflichen M\u00f6glichkeiten. Unsere Jugend ist international geworden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dennoch hei\u00dft es wachsam zu sein, denn die Freiheit der Lebensgestaltung muss immer wieder erk\u00e4mpft werden. Nationaler R\u00fcckzug auf eigene Grenzen zeigt ein Menschenbild auf, das einem demokratischen Wesen fremd ist. So bleibt f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union noch viel zu tun. Die Fl\u00fcchtlingsfrage ist auch in Ans\u00e4tzen nicht gel\u00f6st, die Kr\u00e4fte, die eine Abkehr von der EU Fordern, werden st\u00e4rker. Einfache L\u00f6sungen im Zusammenleben der Menschen und der Staaten gibt es nicht und nur durch stetes Sprechen miteinander und nur dann k\u00f6nnen Kompromisse gefunden werden, die dann allen ann\u00e4hernd gerecht werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie stark die Kinder und Jugendlichen mit Europa verbunden sind, zeigt sich an der Beteiligung am Europ\u00e4ischen Schulwettbewerb. \u00dcber 20.000 Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen aus Bayern haben sich daran beteiligt und viele Ideen zu den einzelnen Themen eingebracht. Die Teilnehmerzahlen aus dem Landkreis Alt\u00f6tting sind noch nicht ver\u00f6ffentlicht, aber es gab 9 Gewinner, die mit ihren Arbeiten die Bundesjury \u00fcberzeugen konnten. Es werden wieder viele Landessieger erwartet.<\/p>\n<p>Bleiben Sie gesund und ich hoffe, Sie kommen im n\u00e4chsten Jahr wieder zu unseren Veranstaltungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Pandemie, die die ganze Welt erfasst hat, trifft auch im Besonderen Europa. 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