{"id":1514,"date":"2022-07-17T21:08:43","date_gmt":"2022-07-17T19:08:43","guid":{"rendered":"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-unterfranken\/?p=1514"},"modified":"2022-07-18T18:40:45","modified_gmt":"2022-07-18T16:40:45","slug":"strassburg-elsass-dreitaegige-studienfahrt-des-bezirksverbands-unterfranken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-unterfranken\/strassburg-elsass-dreitaegige-studienfahrt-des-bezirksverbands-unterfranken\/","title":{"rendered":"STRASSBURG\/ELSASS &#8211; dreit\u00e4gige Studienfahrt des Bezirksverbands Unterfranken"},"content":{"rendered":"<p class=\"tinymce_own02\">Rund 40 Europa-Freundinnen und -Freunde erkundeten vom 05. bis zum 07. Juli mit Elsa\u00df, Ortenau und Kaiserstuhl bei hervorragendem Wetter gro\u00dfartige, von der Natur beg\u00fcnstigte Landschaften auf beiden Seiten des Oberrheins mit der Euro-M\u00e9tropole Stra\u00dfburg als zentralem Ziel der Studienreise.<\/p>\n<p>Fast symboltr\u00e4chtig wurde in diesem Kontext als Quartier f\u00fcr beide \u00dcbernachtungen ein Hotel in Kehl ausgew\u00e4hlt, nur wenige hundert Meter von der Europa-Br\u00fccke \u00fcber den Rhein entfernt, dem heute wichtigsten \u00dcbergang zwischen Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland. Dabei ist das s\u00fcdbadische Kehl mit Stra\u00dfburg aktuell durch nicht weniger als vier Br\u00fccken in unmittelbarer Nachbarschaft verbunden, darunter die auch \u00e4sthetisch h\u00f6chst gelungene Fu\u00dfg\u00e4nger- und Radfahrerbr\u00fccke \u201aPasserelle de deux rives\u2018, die im Rahmen der gemeinsamen Landesgartenschau von Baden-W\u00fcrttemberg und dem Elsa\u00df 2004 errichtet wurde, sowie die 2015 fertiggestellte \u201aBeatus-Rhenanus-Br\u00fccke\u2018, \u00fcber die seit 2017 wieder eine Stra\u00dfenbahn f\u00e4hrt.<\/p>\n<p>H\u00f6hepunkte der Reise waren der Besuch des Europaparlaments am letzten Tag der Studienreise sowie ein Besuch beim ebenfalls in Stra\u00dfburg ans\u00e4ssigen Hauptquartier des Eurocorps am zweiten Tag.<br \/>\nDas Eurocorps in Stra\u00dfburg ist ein multinationales, voll einsatzf\u00e4higes und autonomes Hauptquartier der Rahmennationen Deutschland, Frankreich, Belgien, Spanien, Luxemburg und Polen, das allen Mitgliedsstaaten der EU und den NATO-assoziierten Staaten offensteht. Das Eurocorps plant Milit\u00e4reins\u00e4tze im gesamten Einsatz- und Intensit\u00e4tsspektrum und f\u00fchrt sie durch. Georg Oel, aktiver Bundeswehroffizier, Mitglied der Europa Union und selbst Reiseteilnehmer, hatte diesen Besuch vermittelt und moderierte souver\u00e4n einen mehr als zweist\u00fcndigen hochinteressanten Informationsaustausch verbunden mit einer intensiven Diskussion mit einem Bundeswehroffizier vor Ort \u00fcber Ziele und Perspektiven des Eurocorps vor dem Hintergrund der aktuellen hochbrisanten politischen Lage.<\/p>\n<p>Der Einladung von MdEP Markus Ferber folgend, dem Ehrenvorsitzenden der Europa Union Bayern, stand am Vormittag des letzten Reisetags der Besuch des Europ\u00e4ischen Parlaments (EP) auf dem Programm. Nach den obligatorischen intensiven Sicherheitskontrollen empfing Markus Ferber die Besucher \u201eaus der Heimat\u201c und gab einen lebendigen \u00dcberblick \u00fcber seine T\u00e4tigkeit als Abgeordneter sowie aktuelle Schwerpunkte des EP und beantwortete Fragen in sehr offener, eindrucksvoller Art und Weise. Auf der Besuchertrib\u00fcne des grandiosen Plenarsaals des EP konnte unsere Reisegruppe anschlie\u00dfend eine Sitzung des EP etwa eine halbe Stunde lang live mitverfolgen. Besonders beeindruckend war dabei die technische Bereitstellung und Leistung der dolmetschenden Profis, die jeden Redebeitrag in alle offiziell 24 Amtssprachen der EU simultan \u00fcbersetzen. Zum Abschluss des Besuchs wurde uns Unterfranken ein Mittagsimbiss in der Besucherkantine des EP gereicht. Positiv in Erinnerung bleibt auch der durch die Architektur des Geb\u00e4udes betonte offene, transparente Charakter des Europ\u00e4ischen Parlaments. Dieser spiegelt sich auch in der gro\u00dfz\u00fcgig-repr\u00e4sentativ gestalteten Anlage des Europa-Viertels in Stra\u00dfburg wider. Quasi aus dem Bus konnte unsere Reisegruppe bei der An- und Abreise unter anderem die Geb\u00e4ude des Europarats, des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs f\u00fcr Menschenrechte und auch das des deutsch-franz\u00f6sischen Fernsehsenders ARTE wahrnehmen.<\/p>\n<p>Auch wenn (Europa-)politische Aspekte im Vordergrund der Studienreise standen, blieb Raum f\u00fcr Informationen und Wahrnehmung der reichhaltigen und hochinteressanten Geschichte, Geographie und Kultur des Zielgebietes. Ganz zwangsl\u00e4ufig ergeben sich auch in diesen Kontexten immer wieder europ\u00e4ische Bez\u00fcge. Stra\u00dfburg mit seiner \u00fcber 2000-j\u00e4hrigen Geschichte, seinem m\u00e4chtigen M\u00fcnster und seiner einzigartigen, charakteristischen Altstadt zog uns schon am Anreisetag beim Stadtrundgang und der anschlie\u00dfenden Bootsfahrt auf den verzweigten Armen der Ill in seinen Bann. Schon bei der Anreise wies Georg Fath im Bus anhand einiger farbiger Skizzen auf das geologisch-tektonische Ph\u00e4nomen der Entstehung des gewaltigen Oberrheingrabens hin. Die \u201eZ\u00e4hmung\u201c des wilden, verzweigten Oberrheins durch den Menschen nach Pl\u00e4nen des genialen Wasserbau-Ingenieurs Gottfried Tulla im 19. Jahrhundert und der weitere Ausbau und die Nutzung des Rheins als Ergebnis der Versailler Vertr\u00e4ge nach dem Ersten Weltkrieg im 20. Jahrhundert wurden ebenso thematisiert wie die vielf\u00e4ltige geographische Sonderstellung des Kaiserstuhls, einem Mini-Gebirge mitten in der ansonsten fast topfebenen Oberrheinischen Tiefebene. Weinbau und Weinkultur des Elsa\u00df wurden uns \u201ewein-affinen\u201c Unterfranken von zwei \u201eMeistern\u201c der \u00fcber 600 Jahre alten Weinbruderschaft St. Stephan im Schloss von Kientzheim bei Colmar bei einer Weinprobe vor Ort in wunderbarer Weise vermittelt. Vorausgegangen war an diesem (zweiten) Tag der Besuch von Colmar mit seiner herrlichen Altstadt und dem \u201aMuseum Unterlinden\u2018, nach dem \u201aLouvre\u2018 in Paris das meistbesuchte Museum Frankreichs. Das bekannteste dort zu sehende Exponat ist der \u201aIsenheimer Altar\u2018, das Meisterwerk von Matthias Gr\u00fcnewald, dem vermutlich in W\u00fcrzburg geborenen und haupts\u00e4chlich in Unterfranken t\u00e4tigen weltber\u00fchmten K\u00fcnstler des Sp\u00e4tmittelalters.<\/p>\n<p>Wenn diese Studienfahrt allen Beteiligten in so nachhaltig guter Erinnerung bleibt, so ist das in allererster Linie deren Leiter zu verdanken. Wolfgang Hugo wurde bei der mit 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus verschiedenen Ecken Unterfrankens sehr aufw\u00e4ndigen organisatorischen Vorbereitung der Reise hervorragend unterst\u00fctzt von Wilfried Vogler, dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des BV Unterfranken, sowie von Dieter Lotze, dem Schatzmeister des Bezirksverbands.<br \/>\nWolfgang Hugo ist ein exzellenter Kenner Frankreichs im Allgemeinen und des Elsass und der Euro-M\u00e9tropole Stra\u00dfburg im Besonderen. Zur hervorragenden Stimmung auf der ganzen Reise trug zudem sein deftiger Humor gepaart mit der immer wahrnehmbaren R\u00fccksichtnahme auf die unterschiedlichen Bed\u00fcrfnisse der Mitreisenden ganz erheblich bei. Eine vom ebenfalls mitreisenden Bezirksvorsitzenden Reinhard Schaupp in seiner Einstimmung zur Studienreise nicht ganz im Ernst insinuierte verwandtschaftliche N\u00e4he zum gro\u00dfen franz\u00f6sischen Schriftsteller und Politiker Victor Hugo wurde von seinem Wohl-doch-nicht-Nachfahren allerdings dementiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund 40 Europa-Freundinnen und -Freunde erkundeten vom 05. bis zum 07. Juli mit Elsa\u00df, Ortenau und Kaiserstuhl bei hervorragendem Wetter gro\u00dfartige, von der Natur beg\u00fcnstigte Landschaften auf beiden Seiten des Oberrheins mit der Euro-M\u00e9tropole Stra\u00dfburg als zentralem Ziel der Studienreise.<\/p>\n","protected":false},"author":22,"featured_media":1513,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-unterfranken\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1514"}],"collection":[{"href":"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-unterfranken\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-unterfranken\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-unterfranken\/wp-json\/wp\/v2\/users\/22"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-unterfranken\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1514"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-unterfranken\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1514\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1517,"href":"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-unterfranken\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1514\/revisions\/1517"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-unterfranken\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1513"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-unterfranken\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1514"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-unterfranken\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1514"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-unterfranken\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1514"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}