{"id":1414,"date":"2015-11-09T20:21:23","date_gmt":"2015-11-09T19:21:23","guid":{"rendered":"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-muenchen\/?p=1414"},"modified":"2021-02-01T20:26:16","modified_gmt":"2021-02-01T19:26:16","slug":"eu-mit-uk-reformieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-muenchen\/eu-mit-uk-reformieren\/","title":{"rendered":"EU mit UK reformieren"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"tinymce_own01\" style=\"text-align: center;\">\u201aEU mit UK reformieren\u2018- Podiumsdiskussion in der IHK, 9. November 2015<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu diesem Thema hatten die Europa\u2013Union M\u00fcnchen, die Europ\u00e4ischen Akademie Bayern sowie die IHK f\u00fcr<br \/>\nM\u00fcnchen und Oberbayern zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Es diskutierten Peter Wilding, Director<br \/>\nBritish Influence, Paul Heardman, Britischer Generalkonsul, G\u00fcnther Petrasch, Government Affairs Siemens AG<br \/>\nund Andreas Klugescheid, GovernmentAffairs BMW Group. Moderator war Gerhard Losher, Leiter der<br \/>\nRedaktion Europa des Bayerischen Fernsehens.<\/p>\n<p>Nach einem Gru\u00dfwort von Frank Dollendorf, Bereichsleiter f\u00fcr Au\u00dfenwirtschaft der IHK f\u00fcr M\u00fcnchen und<br \/>\nOberbayern, skizzierten Wilding und Heardman die bisher bekannten Bedingungen Camerons (\u201e4 K\u00f6rbe\u201c) f\u00fcr<br \/>\neinen EU-Verbleib seines Landes. DerPremierministerwolle sich f\u00fcr eine fortgesetzte Mitgliedschaft seines<br \/>\nLandes in der EU einsetzen, jedoch sei f\u00fcr ihn \u201eder Status Quo keine Option\u201c. Vielmehr m\u00fcsste sich die<br \/>\nWettbewerbsf\u00e4higkeit der EU verbessern, Regulierungen sollten verringert und optimiert werden. Der<br \/>\nBinnenmarkt m\u00fcsse weiter gest\u00e4rkt und d\u00fcrfe durch Regulierungen der Eurozone nicht beeintr\u00e4chtigt<br \/>\nwerden. UK wolle die Arbeitnehmerfreiz\u00fcgigkeit so regeln, dass der Sozialstaat nicht ausgenutzt w\u00fcrde. Das<br \/>\nLand strebe keine immer engere Integration der Europ\u00e4ischen Union an; und die Rolle der nationalen<br \/>\nParlamente in der EU-Rechtssetzung solle gest\u00e4rkt werden.<\/p>\n<p>Alle Teilnehmer der Runde waren sich einig, dass derzeit niemand beurteilen k\u00f6nne, inwieweit sich die EU auf<br \/>\ndiese Forderungen einlassen w\u00fcrde; dies hinge u.a. ab von den Details.Ein Austritt aus der EU w\u00fcrde jedoch<br \/>\nnicht nurdie EU, sondern auch Gro\u00dfbritannien schw\u00e4chen.<\/p>\n<p>Bei einem \u201eBrexit\u201c z\u00f6gen sich ihre Firmen nicht aus dem wichtigen UK-Markt zur\u00fcck, so die Einsch\u00e4tzung der<br \/>\nIndustrievertreter auf dem Podium,die zuk\u00fcnftigen Investitionsentscheidungen w\u00fcrden aber beeinflusst<br \/>\nwerden. Einen \u201ePlan B\u201c gebe es nicht. UK k\u00f6nne sich dann in der Situation Norwegens oder der Schweiz<br \/>\nwiederfinden: Man m\u00fcsse Regeln befolgen, ohne diese beeinflussen zu k\u00f6nnen. Konkrete Auswirkungen eines<br \/>\nm\u00f6glichen \u201eBrexit\u201c hingen aber ab von der detaillierten Gestaltung.<\/p>\n<p>Wesentliche Gr\u00fcnde f\u00fcr die Brexit-Diskussion liegen laut Wildingin der britischen Innenpolitik. Jahrzehntelang<br \/>\nsei der Presseerlaubt worden, die Bev\u00f6lkerung zu t\u00e4uschen. In den Mitgliedstaaten (wie auch auf EUEbene)habe es au\u00dferdem einen Mangel an Visionen und F\u00fchrung gegeben. Die schlecht gef\u00fchrten politischen<br \/>\nDebatten und falsche oder irref\u00fchrendeBerichterstattungen in Gro\u00dfbritannien vermittelten das Bild von<br \/>\nInkompetenz auf europ\u00e4ischer Ebene. Sie gaben dar\u00fcber hinaus vielen Briten das Gef\u00fchl, keinerlei Einfluss zu<br \/>\nhaben in der EU \u2013 was nicht stimme.<\/p>\n<p>Aus dem sich rege beteiligenden Publikum kam die Frage, was wir z.B. in Deutschland tun k\u00f6nnten, um die<br \/>\nBriten in der EU zu halten. Wilding glaubt, dies sei nicht einfach, da der britische Au\u00dfenminister keine<br \/>\nUnterst\u00fctzungseiner Kollegen w\u00fcnsche. So habe man z.B. das Angebot von David McAllister, MdEP, sich in der<br \/>\nbritischen \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr den Verbleib Gro\u00dfbritanniens in der EU einzusetzen, abgelehnt. Die Regierung<br \/>\nhalte Argumentationshilfen seitens der anderen EU-L\u00e4nder f\u00fcr kontraproduktiv. Dabei deuteten neue<br \/>\nUmfragen auf das Gegenteil. \u201cThe British publicwantstobelove-bombed\u201c stellte Peter Wilding fest.Die \u201ein-orout\u201c-Diskussion w\u00fcrde nicht durch Details entschieden. Deshalb werde Cameron mit seinen \u201e4 baskets\u201c<br \/>\nscheitern. Man m\u00fcsse vielmehr der Bev\u00f6lkerung eine Vision bieten, warum Gro\u00dfbritannien nur zusammen mit<br \/>\nseinen Partnern in der EU eine weltpolitische Rolle spielen kann. Au\u00dferdem m\u00fcsse man ihr aufzeigen, dass UK<br \/>\n(gro\u00dfen) Einfluss in der EU habe.<\/p>\n<p>Heardman ist wie sein Premierminister der Ansicht, dass ein Austritt schlecht w\u00e4re f\u00fcr Gro\u00dfbritannien. Es gebe<br \/>\naber derzeit viele gute Kontakte auf Ministerebene in Europa und er sei zuversichtlich, dass Einigkeit \u00fcber die<br \/>\nangestrebten Reformen erzielt werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Am Ende der Diskussion bemerkte Brinkmann (EUM) dass der Aspekt einer m\u00f6glichen Reformierung der EU<br \/>\nmittels der von UK angesto\u00dfenen Reformdiskussion etwas kurz gekommen sei. Viele der Vorschl\u00e4ge der<br \/>\nbritischen Regierung w\u00fcrden von anderen Mitgliedstaaten unterst\u00fctzt. Dies sollte zu konstruktiven Reformen<br \/>\nunterhalb der Ebene von Vertrags\u00e4nderungen, die bis 2017 ohnehin nicht m\u00f6glich sind, f\u00fchren.<\/p>\n<p>ENB, 11.11.2015<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<style type='text\/css'>.reading-box-container-1 .element-bottomshadow:before,.reading-box-container-1 .element-bottomshadow:after{opacity:0.7;}<\/style><div class=\"fusion-reading-box-container reading-box-container-1 box12\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:84px;\"><div class=\"reading-box\" style=\"background-color:#f5f5f5;border-width:0px;border-color:#f6f6f6;border-left-width:3px;border-left-color:var(--primary_color);border-style:solid;\"><a class=\"button fusion-button button-default fusion-button-default-size button-default-size button-flat fusion-desktop-button fusion-tagline-button continue fusion-desktop-button-margin continue-right\" style=\"-webkit-box-shadow:none;-moz-box-shadow:none;box-shadow:none;border-radius:0px 0px 0px 0px\" href=\"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-muenchen\/dl\/407\" target=\"_self\"><span>HERUNTERLADEN<\/span><\/a><h2>EU-mit-UK-reformieren9.11.15Bericht_korr_sit_13112015<\/h2><div class=\"reading-box-description fusion-reading-box-additional\">INFO: PDF, 41.64 KB<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><a class=\"button fusion-button button-default fusion-button-default-size button-default-size button-flat fusion-mobile-button continue-right\" style=\"-webkit-box-shadow:none;-moz-box-shadow:none;box-shadow:none;border-radius:0px 0px 0px 0px\" href=\"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-muenchen\/dl\/407\" target=\"_self\"><span>HERUNTERLADEN<\/span><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; \u201aEU mit UK reformieren\u2018- Podiumsdiskussion in der IHK, 9. 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