{"id":1360,"date":"2018-02-17T20:40:41","date_gmt":"2018-02-17T19:40:41","guid":{"rendered":"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-muenchen\/?p=1360"},"modified":"2021-01-31T20:46:29","modified_gmt":"2021-01-31T19:46:29","slug":"salon-luitpold-die-eu-als-global-player","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-muenchen\/salon-luitpold-die-eu-als-global-player\/","title":{"rendered":"Salon Luitpold \u2013 Die EU als Global Player"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"tinymce_own01\" style=\"text-align: center;\">Salon im CAFE LUITPOLD am 17.2.2018<br \/>\nWelche Zukunft f\u00fcr Europa? Die EU als Global Player<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Anl\u00e4sslich der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz veranstalteten die Europa-Union M\u00fcnchen, DGLI<\/strong><br \/>\n<strong>(Deutsche Gruppe der Liberal International e.V.) Bayern und das Caf\u00e9 Luitpold eine Podiumsdiskussion<\/strong><br \/>\n<strong>zur Rolle der EU als Global Player und der Zukunft der gemeinsamen Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik. Es<\/strong><br \/>\n<strong>diskutierten Michael Link, MdB und Staatsminister a.D. im AA, Dr. Andrew B. Denison, Transatlantic<\/strong><br \/>\n<strong>Networks, und Dr. Christian M\u00f6lling, Forschungsdirektor und stellvertretender Leiter der DGAP. Die<\/strong><br \/>\n<strong>Moderation \u00fcbernahm C\u00e9cile Prinzbach, Vorstands-Mitglied der Europa-Union M\u00fcnchen und DGLI<\/strong><br \/>\n<strong>Bayern.<\/strong><\/p>\n<p>Die Podiumsteilnehmer sind sich bez\u00fcglich der PESCO (Permanent Structured Cooperation) einig, dass eine<br \/>\ngro\u00dfe <strong>\u201eL\u00fccke zwischen Rhetorik und Handeln\u201c<\/strong> besteht. Die USA investieren immer noch mehr in die<br \/>\nEurop\u00e4ische Verteidigung als die EU und somit sei diese immer noch ein \u201eTrittbrettfahrer\u201c (Obama) der US,<br \/>\ndie \u201eweiter Frieden, Freiheit, Wohlstand sichern\u201c, so Denison. Vielleicht gebe es auch deshalb \u201ekeine<br \/>\nEinheit in Vielfalt in der EU\u201c. Man brauche Im Feld der Sicherheit dringend mehr<br \/>\nMehrheitsentscheidungen, um mutig vorangehen zu k\u00f6nnen, wof\u00fcr auch Macron pl\u00e4diere.<\/p>\n<p>Bereits seit der Sicherheitskonferenz 2014 gebe es einen Bewu\u00dftseinswandel in der Bev\u00f6lkerung (M\u00f6lling).<br \/>\nDort hatten Verteidigungsministerin von der Leyen, Au\u00dfenminister Steinmeier und Bundespr\u00e4sident Gauck<br \/>\ndie Notwendigkeit Deutschlands unterstrichen, sich st\u00e4rker f\u00fcr die europ\u00e4ische Sicherheit zu engagieren.<br \/>\nDies bedeute auch die <strong>Erh\u00f6hung des R\u00fcstungsetats<\/strong>. Allerdings m\u00fcsse die Politik ihre staatspolitische<br \/>\nVerantwortung ernst nehmen und den B\u00fcrgern erkl\u00e4ren: \u201eFrieden ist teuer\u201c. Deutschland mache sich mit<br \/>\nseinen Export\u00fcbersch\u00fcssen in besonderem Ma\u00dfe abh\u00e4ngig vom Ausland, weshalb die Au\u00dfen- und<br \/>\nVerteidigungspolitik f\u00fcr das Land ganz besonders wichtig sei.<\/p>\n<p>In der PESCO wird u.a. eine <strong>Harmonisierung im R\u00fcstungsbereich<\/strong> angestrebt. Bevor dies zu Einsparungen<br \/>\nf\u00fchre, werde es zun\u00e4chst teurer. Die beteiligten L\u00e4nder m\u00fcssten sich nicht nur bei der Finanzierung einigen,<br \/>\nsondern z.B. auch gemeinsame Kriterien zum R\u00fcstungsexport definieren.<\/p>\n<p>Auch <strong>Cyber-Sicherheit<\/strong> k\u00f6nne man in Europa zun\u00e4chst nur mit den entsprechenden Kapazit\u00e4ten erreichen.<br \/>\nDestabilisierungsversuche Russlands sollten nicht mit Vergeltung beantwortet werden. Dies sei nicht die<br \/>\nMethode des Westens, der ja auch seine Glaubw\u00fcrdigkeit bewahren wolle. Der US Sonderermittler Robert<br \/>\nMueller zeige, dass solide Anklagen &#8211; nicht Angriffe &#8211; zu Erfolgen f\u00fchrten. Defensive Verteidigung sei<br \/>\nlangwierig, aber zeige politische St\u00e4rke. Kritisiert werde im \u00dcbrigen nicht Russland als solches, sondern das<br \/>\nRegime, wie der ehemalige US Vizepr\u00e4sident Biden am Vorabend betont habe. Es fehle nicht an<br \/>\nDialogangeboten des Westens, wenn Russland sich an die gemeinsam verabredeten Spielregeln halte.<\/p>\n<p>Im <strong>Russland\/Ukraine-Konflikt<\/strong> versuche Putin uns bei den Sanktionen zu spalten. Eine Verl\u00e4ngerung sei<br \/>\nschwierig, aber wichtig. Denn es gebe keine Alternative. Sanktionen k\u00f6nnten etwa reduziert werden, wenn<br \/>\nRussland die UN-Beobachter im Donbass und an der ukrainisch-russischen Grenze zulie\u00dfe.<\/p>\n<p>Auf die Frage nach einer <strong>gemeinsamen Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik<\/strong> antwortet Link: \u201eVon einer<br \/>\ngemeinsamen Au\u00dfenpolitik kann man dann sprechen, wenn die Staaten, die im UN-Sicherheitsrat sitzen,<br \/>\nbereit sind, sich mit dem Hohen Vertreter der EU f\u00fcr Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik abstimmen\u201c.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend zieht die Moderatorin folgendes Fazit:<\/p>\n<p><strong>Die Bedrohungen in der Welt und f\u00fcr Europa wachsen gewaltig. Es gibt Optimismus, dass die EU<\/strong><br \/>\n<strong>zusammenw\u00e4chst, sie darf sich aber nicht gegen die US wenden. Dringend erforderlich sind: eine<\/strong><br \/>\n<strong>Europ\u00e4ische Identit\u00e4t zu entwickeln, gemeinsame Auffassungen zu definieren, Kompromisse zu<\/strong><br \/>\n<strong>schlie\u00dfen und die nationalstaatliche Sicht hintan zu stellen.\u00a0 <\/strong>22.2.15.30<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<style type='text\/css'>.reading-box-container-1 .element-bottomshadow:before,.reading-box-container-1 .element-bottomshadow:after{opacity:0.7;}<\/style><div class=\"fusion-reading-box-container reading-box-container-1 box12\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:84px;\"><div class=\"reading-box\" style=\"background-color:#f5f5f5;border-width:0px;border-color:#f6f6f6;border-left-width:3px;border-left-color:var(--primary_color);border-style:solid;\"><a class=\"button fusion-button button-default fusion-button-default-size button-default-size button-flat fusion-desktop-button fusion-tagline-button continue fusion-desktop-button-margin continue-right\" style=\"-webkit-box-shadow:none;-moz-box-shadow:none;box-shadow:none;border-radius:0px 0px 0px 0px\" href=\"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-muenchen\/dl\/402\" target=\"_self\"><span>HERUNTERLADEN<\/span><\/a><h2>Bericht zum Salon Cafe Luitpold \u201cDie EU als Global Player\u201d<\/h2><div class=\"reading-box-description fusion-reading-box-additional\">INFO: PDF, 196.06 KB<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><a class=\"button fusion-button button-default fusion-button-default-size button-default-size button-flat fusion-mobile-button continue-right\" style=\"-webkit-box-shadow:none;-moz-box-shadow:none;box-shadow:none;border-radius:0px 0px 0px 0px\" href=\"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-muenchen\/dl\/402\" target=\"_self\"><span>HERUNTERLADEN<\/span><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Salon im CAFE LUITPOLD am 17.2.2018 Welche Zukunft f\u00fcr Europa? 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