{"id":1355,"date":"2017-03-15T19:26:34","date_gmt":"2017-03-15T18:26:34","guid":{"rendered":"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-muenchen\/?p=1355"},"modified":"2021-01-31T19:32:38","modified_gmt":"2021-01-31T18:32:38","slug":"erstes-europaisches-burgerforum-cafe-luitpold","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-muenchen\/erstes-europaisches-burgerforum-cafe-luitpold\/","title":{"rendered":"Erstes Europ\u00e4isches B\u00fcrgerforum \u2013 Caf\u00e9 Luitpold"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"tinymce_own01\" style=\"text-align: center;\">Erstes B\u00fcrgerforum des Pro-Europa Netzwerks M\u00fcnchen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 15. M\u00e4rz, am 17. April und am 16. Mai 2018 veranstaltete das <strong>Pro-EuropaNetzwerk<\/strong> das erste<br \/>\neurop\u00e4ische B\u00fcrgerforum in M\u00fcnchen im Rahmen der vom franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten angesto\u00dfenen<br \/>\nB\u00fcrgerbefragung zur Zukunft der EU.<\/p>\n<p>Das Netzwerk umfa\u00dft u.a. folgende zivilgesellschaftliche Organisationen: Europa-Union M\u00fcnchen, JEF<br \/>\nM\u00fcnchen, Pulse of Europe, Efeu, Stand up for Europe und Project for a democratic union. Fast 150<br \/>\nB\u00fcrger nahmen teil.<\/p>\n<p>Ziel dieser ersten European Convention war, die B\u00fcrger zu befragen, ihnen zuzuh\u00f6ren, die<br \/>\nunterschiedlichen Anliegen, W\u00fcnsche und Vorschl\u00e4ge der B\u00fcrger zur EU zu sammeln um sie sp\u00e4ter in<br \/>\neiner Pressekonferenz den Medien und Parteien vorzustellen. Die folgenden Foren sollen<br \/>\nspezifischeren Themen gewidmet sein.<\/p>\n<p>Bewusst wurde daher eine offene Diskussionsrunde organisiert, ohne Impulsvortr\u00e4ge. Zwei<br \/>\nModeratoren stellten den Teilnehmern im Verlauf der Diskussion drei offene Fragen, welche zudem<br \/>\nauf Karten verteilt und von den Teilnehmern schriftlich beantwortet wurden:<\/p>\n<p>1. Welche Vorteile hat die EU gebracht?<br \/>\n2. Was sollte Ihrer Meinung nach in der EU verbessert werden?<br \/>\n3. Welche Priorit\u00e4ten sollte die EU heute setzen?<\/p>\n<p>Als gro\u00dfer Vorteil der EU wurden Frieden und Freiheit, insbesondere Aspekte der<br \/>\nPersonenfreiz\u00fcgigkeit genannt (H\u00e4ufigkeit: 61). Auch die wirtschaftliche Integration in der EU wurde<br \/>\nals bedeutender Vorteil eingestuft, u. a. die gemeinsame W\u00e4hrung (H\u00e4ufigkeit 20). Zudem nannten<br \/>\nviele Teilnehmer sowohl schriftlich als auch m\u00fcndlich Aspekte einer europ\u00e4ischen Identit\u00e4t, u. a. ein<br \/>\nZugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchlt zu Europa, Austauschprogramme, Werte wie Demokratie und Menschenrechte<br \/>\n(H\u00e4ufigkeit 18).<\/p>\n<p>Gefordert wurde jedoch eine gr\u00f6\u00dfere <strong>Solidarit\u00e4t innerhalb der EU<\/strong>, die Angleichung der<br \/>\nLebensbedingungen, die Bek\u00e4mpfung von Arbeitslosigkeit im S\u00fcden Europas und die St\u00e4rkung des<br \/>\nkulturellen und sachlichen Austauschs zwischen den unterschiedlichen Mitgliedstaaten. Teilnehmer<br \/>\naus Mitgliedstaaten aus S\u00fcdeuropa stie\u00dfen insbesondere das Thema Jugendarbeitslosigkeit an und<br \/>\nverwiesen u.a. auf Unterschiede im Zugang zu Universit\u00e4ten anhand des Beispiels Deutschland\/Italien.<\/p>\n<p>Die Frage nach der konkreten Finanzierung von mehr Solidarit\u00e4t zwischen den Mitgliedstaaten wurde<br \/>\nw\u00e4hrend der Veranstaltung nicht kontrovers diskutiert. M\u00fcndlich und schriftlich wurde von einigen<br \/>\nTeilnehmern der Vorschlag zur Schaffung eines Finanzausgleichs nach dem Vorbild der BRD<br \/>\neingebracht (H\u00e4ufigkeit 5 Mal unter der Frage nach Verbesserungsvorschl\u00e4gen). Auch wurde die<br \/>\nspaltende Wirkung der Debatte um eine \u201eTransferunion\u201c kritisiert. Im Kontext dieser Diskussion wurde<br \/>\nauf notwendige Voraussetzungen eines erfolgreichen Finanzausgleichs hingewiesen, wie z. B.<br \/>\nBek\u00e4mpfung von Korruption, Angleichung der Steuers\u00e4tze und Einstellung von Subventionen bei<br \/>\nDelokalisierung.<\/p>\n<p>Als zentrales Anliegen der Diskussionsrunde geht zudem die<strong> Au\u00dfen-, Sicherheits- und<\/strong><br \/>\n<strong>Verteidigungspolitik<\/strong> hervor. Die Notwendigkeit einer gemeinsamen Fl\u00fcchtlingspolitik wurde verhalten<br \/>\nangesprochen. Konkrete Vorschl\u00e4ge wurden eingebracht, wie das Verbot von R\u00fcstungsexporten oder<br \/>\ndie \u00c4nderung der Handelspolitik der EU gegen\u00fcber den Afrikanischen Partnerl\u00e4ndern im Rahmen der<br \/>\nEurop\u00e4ischen Partnerschaftsabkommen (EPAs), sowie de St\u00e4rkung von Frontex.<strong> Die Teilnehmer<\/strong><br \/>\n<strong>forderten von der EU auf internationalem Parkett mit einer Stimme zu sprechen.<\/strong> Auch eine<br \/>\ngemeinsame Verteidigungsunion wurde h\u00e4ufig erw\u00e4hnt (H\u00e4ufigkeit 23).<\/p>\n<p>Die <strong>Umwelt- und Klimapolitik der EU<\/strong> wurde w\u00e4hrend der Diskussion nur punktuell erw\u00e4hnt. Auf ihre<br \/>\nBedeutung wurde zum Teil schriftlich (H\u00e4ufigkeit 11) oder im Kontext der Diskussion um notwendige<br \/>\nReformen der EU-Institutionen (Forderung nach mehr Transparenz) hingewiesen. Auch der <strong>Digitale<\/strong><br \/>\n<strong>Binnenmarkt<\/strong> wurde in der Diskussion nur von den Moderatoren erw\u00e4hnt und auf den Karten<br \/>\nvereinzelt genannt (H\u00e4ufigkeit 5).<\/p>\n<p>Ein Hauptthema war die <strong>Reform der EU-Institutionen<\/strong> (H\u00e4ufigkeit 50), welche laut Teilnehmer<br \/>\nhandlungsf\u00e4higer und n\u00e4her am B\u00fcrger sein sollten. Mehr direkte Demokratie, transnationale Listen,<br \/>\ndie St\u00e4rkung der Rechtsstaatsprinzipien und die Verbesserung der Kompetenzverteilung zwischen<br \/>\nMitgliedstaaten und Union wurde gefordert (insgesamt H\u00e4ufigkeit 36). Bez\u00fcglich der<br \/>\nKompetenzverteilung und des Ziels des Integrationsprozesses wurde einerseits die Ausweitung der<br \/>\nKompetenzen der EU-Institutionen vorgeschlagen, beispielsweise hinsichtlich der Bek\u00e4mpfung von<br \/>\nArbeitslosigkeit. Andererseits wurde die St\u00e4rkung des Subsidiarit\u00e4tsprinzip genannt und die<br \/>\nKonzentration der EU auf die gro\u00dfen globalen Herausforderungen gefordert.<\/p>\n<p>Der allgemeine Grundton der Diskussion zeichnete sich durch den Willen der Teilnehmer aus, konkrete<br \/>\nkonsensf\u00e4hige Verbesserungsvorschl\u00e4ge f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Gestaltung der EU einzubringen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<style type='text\/css'>.reading-box-container-1 .element-bottomshadow:before,.reading-box-container-1 .element-bottomshadow:after{opacity:0.7;}<\/style><div class=\"fusion-reading-box-container reading-box-container-1 box12\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:84px;\"><div class=\"reading-box\" style=\"background-color:#f5f5f5;border-width:0px;border-color:#f6f6f6;border-left-width:3px;border-left-color:var(--primary_color);border-style:solid;\"><a class=\"button fusion-button button-default fusion-button-default-size button-default-size button-flat fusion-desktop-button fusion-tagline-button continue fusion-desktop-button-margin continue-right\" style=\"-webkit-box-shadow:none;-moz-box-shadow:none;box-shadow:none;border-radius:0px 0px 0px 0px\" href=\"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-muenchen\/dl\/1356\" target=\"_self\"><span>HERUNTERLADEN<\/span><\/a><h2>Zusammenfassung-Eur.Conv_.15.3.18<\/h2><div class=\"reading-box-description fusion-reading-box-additional\">INFO: PDF, 85.52 KB<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><a class=\"button fusion-button button-default fusion-button-default-size button-default-size button-flat fusion-mobile-button continue-right\" style=\"-webkit-box-shadow:none;-moz-box-shadow:none;box-shadow:none;border-radius:0px 0px 0px 0px\" href=\"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-muenchen\/dl\/1356\" target=\"_self\"><span>HERUNTERLADEN<\/span><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Erstes B\u00fcrgerforum des Pro-Europa Netzwerks M\u00fcnchen &nbsp; Am 15. 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