{"id":1339,"date":"2018-05-16T18:46:07","date_gmt":"2018-05-16T16:46:07","guid":{"rendered":"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-muenchen\/?p=1339"},"modified":"2021-01-31T19:00:21","modified_gmt":"2021-01-31T18:00:21","slug":"drittes-europaisches-burgerforum-cafe-luitpold","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-muenchen\/drittes-europaisches-burgerforum-cafe-luitpold\/","title":{"rendered":"Drittes Europ\u00e4isches B\u00fcrgerforum \u2013 Caf\u00e9 Luitpold"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"tinymce_own01\" style=\"text-align: center;\">Pro-EuropaNetzwerk M\u00fcnchen<br \/>\nZusammenfassung der Auswertung des 3. B\u00fcrgerforums am 16. Mai 2018 im Caf\u00e9 Luitpold<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 16. Mai 2018 veranstaltete das Pro-EuropaNetzwerk M\u00fcnchen die dritte European Convention im<br \/>\nKontext der von Pr\u00e4sident Macron angestossenen Konsultationen zur Zukunft der Europ\u00e4ischen Union. Bei<br \/>\ndiesem dritten B\u00fcrgerforum wurden in zwei Abschnitten des Abends die Themen \u201eeurop\u00e4ische Identit\u00e4t\u201c<br \/>\nsowie \u201e\u00c4u\u00dfere und Innere Sicherheit in Europa\u201c diskutiert. Wie bei den vorherigen Veranstaltungen stellten<br \/>\ndie Moderatoren den Teilnehmern offene Fragen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1. Was bedeutet f\u00fcr Sie europ\u00e4ische Identit\u00e4t?<br \/>\n2. Wie k\u00f6nnen wir eine europ\u00e4ische Identit\u00e4t weiter entwickeln?<br \/>\n3. Wie k\u00f6nnen wir die \u00e4u\u00dfere und innere Sicherheit in Europa gew\u00e4hrleisten?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aus der Mitschrift, der Videaoaufnahme und der von den Teilnehmern ausgef\u00fcllten Karten gehen folgende<br \/>\nStandpunkte und Forderungen der Teilnehmer zusammengefasst hervor:<\/p>\n<p><strong>1.<\/strong>\u00a0 Europ\u00e4ische Identit\u00e4t als gemeinsame Wurzeln, Gemeinschaftlichkeit und Vielfalt<\/p>\n<p>Zu Beginn der Veranstaltung fragten die Moderatoren das Publikum: \u201eWer von Ihnen f\u00fchlt sich als<br \/>\nEurop\u00e4er?\u201c Per Handzeichen antworteten nahezu alle Teilnehmer, dass sie sich in Erg\u00e4nzung zu ihrer<br \/>\nStadt\/Region\/Nation als Europ\u00e4er f\u00fchlen. Viele antworteten, dass sie sich ausschliesslich als Europ\u00e4er<br \/>\nf\u00fchlen. Einige wenige Teilnehmer verneinten die Frage.<\/p>\n<p>Die Teilnehmer sahen die <strong>gemeinsame Geschichte, Kultur und Werte der Europ\u00e4er als Basis \u201eeurop\u00e4ischer<\/strong><br \/>\n<strong>Identit\u00e4t\u201c<\/strong>. Es wurde auch besprochen, dass es sich bei der Frage um die Identit\u00e4t um einen Prozess der<br \/>\nGemeinschaftlichkeit handele. <strong>Kooperative Zusammenarbeit, europ\u00e4ische L\u00f6sungen finden, europ\u00e4ische<\/strong><br \/>\n<strong>Werte vertreten und geschlossen in der Welt auftreten<\/strong>, zeichnen laut Teilnehmern diesen Prozess aus.<\/p>\n<p>Die <strong>Vielfalt in Europa<\/strong> wurde nicht als Hindernis, sondern als Bestandteil und\/oder Bereicherung der<br \/>\neurop\u00e4ischen Identit\u00e4t eingestuft. Die Teilnehmer berichteten von <strong>Erfahrungen, Ereignissen und<\/strong><br \/>\n<strong>Errungenschaften der EU<\/strong> (pers\u00f6nliche Erfahrungen der Familie im 2. Weltkrieg, die Wahl Trumps zum<br \/>\nPr\u00e4sidenten Amerikas, Auslandserfahrungen, europaweite Verbraucherrechte&#8230;), welche das Gef\u00fchl einer<br \/>\neurop\u00e4ischen Identit\u00e4t hervorriefen. In diesem Zusammenhang wurde auch bemerkt, dass <strong>Identit\u00e4t nicht<\/strong><br \/>\n<strong>forciert<\/strong> werden solle und eine zu starke Betonung der europ\u00e4ischen Identit\u00e4t Leute abschrecken k\u00f6nne.<\/p>\n<p><strong>2.<\/strong>\u00a0 Weiterentwicklung der europ\u00e4ischen Identit\u00e4t durch <strong>Austauschprogramme<\/strong>, europ\u00e4ische Erziehung,<br \/>\nSolidarit\u00e4t und Demokratie<\/p>\n<p>Zur Weiterentwicklung europ\u00e4ischer Identit\u00e4t kamen viele Vorschl\u00e4ge f\u00fcr <strong>Austauschprogramme<\/strong>,<br \/>\ninsbesondere f\u00fcr die Jugend. Konkrete Forderungen, wie ein ausgebautes Erasmus-Programm f\u00fcr NichtAkademiker und ein freiwilliges soziales Jahr im europ\u00e4ischen Ausland, erhielten gro\u00dfen Beifall im Publikum und wurden auch auf Karten genannt.<\/p>\n<p>Auch die Notwendigkeit <strong>europ\u00e4ischer Erziehung<\/strong> wurde betont, etwa durch Gr\u00fcndung europ\u00e4ischer<br \/>\nUniversit\u00e4ten, Angleichung der Ausbildungsprogramme und die Einf\u00fchrung eines Pflichtfachs<br \/>\n\u201eEuropakunde\u201c. Der Jugend, die heute europ\u00e4isch aufw\u00e4chst, m\u00fcsse bewusst gemacht werden, dass sie<br \/>\ndieses Privileg verlieren kann (Beispiel Brexit).<\/p>\n<p>Kritisiert wurde die <strong>mangelnde bis negative Kommunikation \u00fcber die EU<\/strong> (durch nationale Politiker).<br \/>\nVielmehr m\u00fcssten die <strong>Erfolge der EU und europ\u00e4ische Projekte aller Art besser bekannt gemacht<\/strong> und die<br \/>\nMedienberichterstattung europ\u00e4ischer werden.<\/p>\n<p>Auch die St\u00e4rkung der europ\u00e4ischen Demokratie wurde als f\u00f6rderlich f\u00fcr eine europ\u00e4ische Identit\u00e4t<br \/>\ngesehen. Es wurde gefordert, in einem demokratischen Diskurs offen \u00fcber Interessen und<br \/>\nHerausforderungen zu reden und Kompromisse einzugehen, anstatt nur \u00fcber Werte zu reden. Da sich<br \/>\nnationale Parteien \u201enur um nationale Interessen\u201c k\u00fcmmern, sollten bei den Europawahlen paneurop\u00e4ische<br \/>\nParteien antreten.<\/p>\n<p><strong>3.<\/strong>\u00a0 \u00c4u\u00dfere Sicherheit durch st\u00e4rkere milit\u00e4rische Zusammenarbeit und gemeinsame Politiken<br \/>\nDie Teilnehmer pl\u00e4dierten daf\u00fcr, dass sich die EU gemeinschaftlich als Friedensmacht einsetzt und<br \/>\ndiplomatisch agiert. Sie sollte im Kreis der Gro\u00dfm\u00e4chte selbstbewusst auftreten und mit anderen Staaten<br \/>\nvertrauensvoll zusammenarbeiten.<\/p>\n<p>Bef\u00fcrwortet wurde aber auch eine verst\u00e4rkte milit\u00e4rische Zusammenarbeit und die Schaffung einer<br \/>\neurop\u00e4ischen Armee. Der Hinweis, eine solche Armee ben\u00f6tige eine zentrale Institution und bedeute die<br \/>\nAufgabe der nationalen milit\u00e4rischen Souver\u00e4nit\u00e4t, fand gro\u00dfe Zustimmung. Die Armee solle aber blo\u00dfe<br \/>\nabschreckende Wirkung haben. Sie bilde keinen Ersatz zur NATO. Frankreich k\u00f6nne zu Beginn die F\u00fchrung<br \/>\n\u00fcbernehmen (inkl. Force de Frappe), ebenso k\u00f6nne eine deutsch-franz\u00f6sische Armee (ggf. mit anderen<br \/>\nL\u00e4ndern) eingesetzt werden. Viele Fragen zu europ\u00e4ischen Streitkr\u00e4ften m\u00fcssten dringend diskutieren<br \/>\nwerden. Besonders gro\u00dfen Beifall fand der Vorschlag einer gemeinsamen Milit\u00e4rausr\u00fcstung und<br \/>\nMaterialbeschaffung.<\/p>\n<p><strong>4.<\/strong>\u00a0 Innere Sicherheit durch gemeinschaftliche Sicherheitspolitik, europ\u00e4ische Institutionen und<br \/>\nGesetze, Solidarit\u00e4t sowie faktbasierte und an Werten orientierte Information und Erziehung<br \/>\nBez\u00fcglich der inneren Sicherheit unterstrichen die Teilnehmer die Notwendigkeit einer gemeinschaftlichen<br \/>\neurop\u00e4ischen Sicherheitspolitik und forderten den Ausbau europ\u00e4ischer Institutionen und Regeln.<\/p>\n<p>Die Zusammenarbeit der Beh\u00f6rden, insbes. der europ\u00e4ischen Polizeidienststellen m\u00fcsse verbessert werden<br \/>\n(z.B. durch l\u00e4nder\u00fcbergreifende Polizeikr\u00e4fte mit entsprechenden Fremdsprachenkenntnissen). Zur<br \/>\nBek\u00e4mpfung der grenz\u00fcberschreitenden Kriminalit\u00e4t solle eine Art europ\u00e4ischer FBI eingerichtet werden<br \/>\n(z.B. gegen Mafia und Terrorismus). Kompetenzen f\u00fcr die europ\u00e4ische Polizei (Europol) sollten erweitert<br \/>\nwerden. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssten europ\u00e4ische Gesetze (Strafgesetz) verabschiedet und die Kompetenz der<br \/>\neurop\u00e4ischen Staatsanwaltschaft auf grenz\u00fcberschreitende Kriminalit\u00e4t ausgeweitet werden. Besonderen<br \/>\nBeifall erhielt folgende Aussage: \u201eWir m\u00fcssen unsere Souver\u00e4nit\u00e4t aufgeben und uns anderen gegen\u00fcber<br \/>\n\u00f6ffnen\u201c.<\/p>\n<p><strong>5.<\/strong>\u00a0 Innere UND \u00e4u\u00dfere Sicherheit durch eine gemeinsame Migrations- und Asylpolitik, eine St\u00e4rkung<br \/>\nder EU-Organe und eine gemeinsame Entwicklungspolitik<br \/>\nSchlie\u00dflich fragten die Moderatoren die Teilnehmer, wie die innere UND die \u00e4u\u00dfere Sicherheit<br \/>\ngew\u00e4hrleistet werden k\u00f6nnen. Eine gro\u00dfe Mehrheit der Teilnehmer sprach sich f\u00fcr eine gemeinsame<br \/>\nMigrations- und Asylpolitik und eine gemeinsame Sicherung der Au\u00dfengrenzen aus.<\/p>\n<p>ALLE Mitgliedstaaten sollten L\u00e4nder mit Au\u00dfengrenzen wie Italien, Griechenland, Frankreich, Spanien und Portugal unterst\u00fctzen.<br \/>\nKorruption m\u00fcsse bek\u00e4mpft und Grenzkontrollen zu Wasser, Land und Luft durchgef\u00fchrt werden.<br \/>\nEurop\u00e4ische Sicherheitsorgane und Frontex m\u00fcssten ausgebaut, die Einwanderungsgesetzgebung<br \/>\nverbessert (Dublin II Verordnung) und die Fluchtursachen bek\u00e4mpft werden. Zahlreiche schriftliche<br \/>\n\u00c4u\u00dferungen bezogen sich weitergehend auf eine gemeinsame Entwicklungspolitik (insbesonder<br \/>\nEntwicklungszusammenarbeit mit Afrika und im Nahen\/Mittleren Osten).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<style type='text\/css'>.reading-box-container-1 .element-bottomshadow:before,.reading-box-container-1 .element-bottomshadow:after{opacity:0.7;}<\/style><div class=\"fusion-reading-box-container reading-box-container-1 box12\" style=\"margin-top:0px;margin-bottom:84px;\"><div class=\"reading-box\" style=\"background-color:#f5f5f5;border-width:0px;border-color:#f6f6f6;border-left-width:3px;border-left-color:var(--primary_color);border-style:solid;\"><a class=\"button fusion-button button-default fusion-button-default-size button-default-size button-flat fusion-desktop-button fusion-tagline-button continue fusion-desktop-button-margin continue-right\" style=\"-webkit-box-shadow:none;-moz-box-shadow:none;box-shadow:none;border-radius:0px 0px 0px 0px\" href=\"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-muenchen\/dl\/1340\" target=\"_self\"><span>HERUNTERLADEN<\/span><\/a><h2>European-Convention-16.5.18-Zusammenfassung<\/h2><div class=\"reading-box-description fusion-reading-box-additional\">INFO: PDF, 89.94 KB<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><a class=\"button fusion-button button-default fusion-button-default-size button-default-size button-flat fusion-mobile-button continue-right\" style=\"-webkit-box-shadow:none;-moz-box-shadow:none;box-shadow:none;border-radius:0px 0px 0px 0px\" href=\"https:\/\/eu-bayern.de\/bv-muenchen\/dl\/1340\" target=\"_self\"><span>HERUNTERLADEN<\/span><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Pro-EuropaNetzwerk M\u00fcnchen Zusammenfassung der Auswertung des 3. 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