Auch wen der Wettergott es nicht so gut meinte begaben sich Mitglieder und Freunde der EUB Stadt- und Kreisverband Amberg-Sulzbach zusammen mit Hermann Kucharski und in die nahe gelegene Stadt Hirschau, wo uns weitere interessierte Teilnehmer erwarteten. Hierzu gehörte auch unser Vorstandsmitglied Reinhold Strobl, der freundlicherweise mit Unterstützung durch Bernhard Matschiner die sehr arbeitsintesive Organisation vor Ort übernommen hat und die Führung durch Hirschau vornahm.
Ihm folgten 23 Teilnehmer und Teilnehmerinnen.in die Innenstadt bis zum Gasthaus Goldenes Lamm, wo uns Rudolf Wild erwartete. Dort findet man ein Gedenkschild mit dem Hinweis über Elvis Presley während seiner Zeit in Deutschland auf dem Weg zu einem Manöver in Grafenwöhr am 5. Februar 1966 dort Gast war. Auf dem Hauptplatz vor dem Rathaus beschrieb Herr Wild was er damals als 11jähriger dabei erlebt hatte.

Elvis Presley hielt damals auf dem Weg nach Grafenwöhr mit seinem Jeep auf dem Marktplatz um auf seine Kolonne zu warten. Nachdem es sich wie ein Lauffeuer herumsprach, dass der bereits bekannte Künstler auf dem Marktplatz war, wurde er von einer riesigen Menschenmenge umringt und schrieb fleißig Autogramme, unter anderem auch auf Bierdeckel. Wegen der Kälte flüchtete er in das nahe gelegene Gasthaus und fuhr erst weiter als der Konvoi wieder vollzählig war.
Voller Stolz präsentierte uns Rudolf Wild einen Bierdeckel mit Originalunterschrift von Elvis Presley, für den ihm schon viel Geld geboten wurde.
Auf dem Weg zum Kaffeekannenmuseum gingen wir an einem Gedenkstein für Hieronymus von Prag vorbei. Der Philosoph unter den Theologen wurde 1415 in Hirschau verhaftet und nach Konstanz gebracht. Dort wurde er wie Jan Hus verbrannt.

In einem der ältesten Gebäude aus dem Jahr 1469 ist das Museum für Hirschauer Steingut und Kaffeekannen untergebracht. Seit 16 Jahren sammeln die Eheleute Hoffmann Stücke, die sie käuflich erwerben oder ihnen von Spendern zur Verfügung gestellt wurden. Inzwischen besitzen sie auf zwei Stockwerken mehr als 4500 Kaffeekannen, 4800 Bierkrüge und 1100 Steingutfabrikate. In den Vitrinen haben wir zahlreiche Ausstellungsstücke mit Namen der Spender entdeckt.
Nach dem Mittagessen begrüßte uns die 2. Bürgermeisterin von Hirschau, Barbara Birner, ganz herzlich im Gasthaus Goldener Hirsch an der historischen Goldenen Straße (zwischen Nürnberg und Prag) und wünschte uns weiterhin viel Vergnügen.

Frisch gestärkt fuhren wir mit dem Bus auf das Gelände der Gebrüder Dorfner, wo uns Birgit Eichinegr und Maximilian Dobmeier mit „Glück Auf“ begrüßten. Die Firma verfügt über 130 Jahre Erfahrung in der Gewinnung und Veredelung von Mineralien. In der Forschung nach neuen, modernsten Technologien gilt die sie heute als Europas bedeutendste Lagerstätte von Kaolin, das dort gefördert, kalziniert und veredelt wird.
Über das Firmengelände fuhren wir zur Grube. Während uns Maximilian Dobmeier am Rand der Kaolingrube einen eindrucksvollen Vortrag hielt, waren wir tief beeindruckt von den Ausmaßen der Abbaufläche. Zum Schluss seiner Ausführungen bedankte er sich für das rege Interesse und verabschiedete sich mit einem herzlichen „Glück Auf“.

Nach diesem äußerst interessanten Besuch freuten sich die meisten auf die Kaffeepause im Kräutergarten in Schnaittenbach. Voller Begeisterung führte uns Marianne Stauber als Ortsansässige in das botanische Kleinod. Die beiden Bürgermeister Marcus Eichenmüller und Uwe Bergmann ließen es sich nicht nehmen uns kurz persönlich zu begrüßen . Auf über 2000 qm laden mehr als 350 Kräuter, Gewürz- und u Heilpflanzen zum Verweilen ein. Einige nutzten die Zeit und studierten, bei welchen Beschwerden ausgewählte Heilpflanzen eingesetzt werden. Ein kleines Klostergärtlein um die Statue der Heiligen Hildegard von Bingen zeigt viele Pflanzen, die von ihr zu Heilzwecken verwendet wurden.

Alles in allem ein gelungener Tag mit vielen interessanten Erlebnissen, der bei den Teilnehmern sicher noch lange in guter Erinnerung bleiben wird. Vor allem ein großer Dank an Reinhold Strobl für die ausgezeichnete Organisation und abwechslungsreiche Führung, der uns mit seinem breiten Wissen, aber auch mit Witz und Humor den ganzen Tag seine Heimat näher brachte