Uriges und Neuzeitliches im Einklang
Bei einer Fahrt ins Blaue konnte sich der regionale Stadt- und Kreisverband Amberg-Sulzbach der Europaunion Bayern im nördlichen Landkreis ein Bild von bereits Vergessenem und in jüngerer Zeit Wiederbelebtem verschaffen. Im Rahmen einer Führung durch das Gelände der ehemaligen Erzabbaustätte LEONIE bei Auerbach mit den dort wieder angesiedelten Auerochsen konnte Wolfgang Wiesent den sehr interessierten Mitgliedern ein intensiver Eindruck vermitteln. 

Ihm gelang es die Teilnehmer mit seinen Erläuterungen über das Wesen, die Haltung und die spezielle Herausforderung an die Zuchterhaltung sowie seine lebendigen Beispiele im Umgang mit den Auerochsen immer am Geschehen halten.
Hier im Bild ist der derzeitige Zuchtbulle Amor zu sehen.
Anschließend nahm man im Gasthof Schindler in Michelfeld ein stärkendes Mittagessen ein bei dem man sich noch mit Wolfgang Wiesent über seine Auerochsen unterhalten konnte. In diesem Rahmen konnte der Vorsitzende Günther Mitschke es ermöglichen die Frau Bürgermeisterin der Stadt Auerbach Birgit Barth für ein Grußwort gewinnen. Frau Barth zeigte sich erfreut über diesen Besuch im Norden des Landkreises. Sie nahm sich die Zeit über die Stadt Auerbach auszuführen.
Im weiteren Verlauf war Gelegenheit für Gespräche und Austausch mit
den Teilnehmern und einem gemeinsamen Bild bei der Abteikirche St. Johannes. Hier erwartete H. Dietl die Besucher zu einer Führung durch diese äußerst interessante Kirche. Bischof Otto der Heilige, Johann und Wolfgang Dientzenhofer sowie die Gebrüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam sind die herausragenden Namen die an der Planung und Ausführung dieser sehr beeindruckenden Kirche aufzuführen sind.

Ein besonderes Bild hier ist die zu dieser Zeit vorhandene Vorstellung der Kontinente Amerika, Afrika und Asien, deren dargestellte Bewohner alle himmelwärts blicken. Jedoch die dargestellte Europa allerdings blickt in Richtung des Künstlers.
Bei einer Tasse Kaffee und Kuchen wurde die Gruppe im Bergbaumuseum Maffei begrüßt und vorab über die Entstehungsgeschichte dieser Erzgrube informiert. Es folgte ein Rundgang durch die stillgelegten aber am Leben erhaltenen Räumlichkeiten mit Darstellungen und Exponaten des hier stattgefundenen Bergbaues. So manches, wie zum Beispiel das Gewicht einer vollgeladenen Lore, rief großes Erstaunen hervor. Besonderen Eindruck hinterließ im nachgebauten Schaustollen die Vorführung einer Bohrung mit Pressluft und die anschließende Sprengung.


Es darf natürlich nicht vergessen werden, das diese Anlagen auch entsprechend mit
finanziellen Mittel ausgestattet werden mussten.
Abschließend ist zwingend zu erwähnen, daß die gesamte Veranstaltung durch die sehr versierten und humorvollen ehrenamtlichen Führer einen abschließend bleibenden Eindruck hinterlässt.
Text und Bilder: Günther Mitschke